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Regierung bestätigt: 132000 Tonnen Notöl Portugals liegen in Frankreich

Lissabon hat laut Regierung und ENSE rund 132000 Tonnen strategischer Erdölreserven im Ausland eingelagert; insgesamt reichen die Bestände für etwa 92 Tage und liegen damit über der EU-Vorgabe.

Die portugiesische Regierung hat am 24. September 2026 klargestellt, dass rund 132.000 Tonnen strategischer Erdöl- und Kraftstoffreserven des Landes in Frankreich gelagert sind. Nach Angaben der Entidade Nacional para o Setor Energético (ENSE) handelt es sich um physische Bestände, die vertraglich gesichert in einer externen Anlage verwahrt werden. Insgesamt verfüge Portugal aktuell über Notreserven für etwa 92 Tage durchschnittlichen Verbrauchs und damit über dem europäischen Referenzwert von 90 Tagen.

Hintergrund der Auslagerung ist der Rückgang inländischer Lagerkapazitäten nach der Stilllegung der Raffinerie von Matosinhos. Die ENSE hatte daraufhin ein Vergabeverfahren durchgeführt, um fehlende Kapazitäten durch externe Lagerverträge zu ersetzen. In Medienberichten werden die Region Manosque und der Betreiber Géosel als Standort der französischen Salzspeicher genannt. Die Regierung verweist darauf, dass solche Auslagerungen im europäischen Energiesicherheitsrahmen vorgesehen und vertraglich abgesichert sind.

In der parlamentarischen Debatte steht weniger die Rechtmäßigkeit als die praktische Einsatzfähigkeit im Mittelpunkt: Abgeordnete erkundigen sich nach Mobilisierungsfristen, Transportwegen und Kosten im Krisenfall sowie nach der genauen Zusammensetzung der Bestände. Entscheidend ist, wie schnell die in Frankreich gelagerten Mengen für den portugiesischen Markt verfügbar gemacht werden können – sei es per Pipeline-Anbindung, Bahn oder Seeweg. Die ENSE betont, dass sowohl im Inland vorhandene Vorräte als auch im Ausland gelagerte Bestände in die Notfallplanung einbezogen und regelmäßig getestet werden.

Die Regierung kündigte zugleich an, die nationale Lagerinfrastruktur zu stärken, um die Abhängigkeit von Auslagerungen zu verringern. Dazu werden Optionen für zusätzliche Tankkapazitäten an bestehenden Standorten sowie öffentlich-private Modelle geprüft. Nach Berichten über mögliche Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe wird in den kommenden Wochen mit konkreteren Eckpunkten gerechnet. Die ENSE weist darauf hin, dass neben physischen Lagern auch vertragliche Vereinbarungen mit Marktteilnehmern einen Teil der Pflichtreserven abdecken können, sofern diese kurzfristig mobilisierbar sind.

Die Klarstellung erfolgte vor dem Hintergrund europaweit angespannter Raffineriemargen und Lieferketten. Lissabon unterstreicht deshalb, dass die 92 Tage Reserve eine Momentaufnahme sind und laufend an Verbrauch, Importströme und Bestandsentwicklung angepasst werden. Zusätzliche Angaben zu Vertragslaufzeiten und Qualitätsprofilen der gelagerten Produkte sollen dem Parlament in einer gesonderten Unterrichtung vorgelegt werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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