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Regierung bekräftigt Flughafenpläne in Alcochete nach neuen Kostenwarnungen

Nach neuen Warnungen vor Milliardenausgaben verteidigt die Regierung den Standort Campo de Tiro de Alcochete für den Novo Aeroporto de Lisboa und verweist auf beschlossene Verfahren, Umweltprüfungen und militärische Verlagerungen.

Die Debatte um den Novo Aeroporto de Lisboa hat am 19. Oktober 2026 neuen Schub erhalten: In sozialen Medien und einem Meinungsbeitrag wurden vor Gesamtkosten in Milliardenhöhe und möglichen höheren Flughafenentgelten gewarnt. Die Regierung hält dagegen und verweist auf bereits gefasste Beschlüsse sowie laufende Umwelt- und Genehmigungsverfahren für den Standort Campo de Tiro de Alcochete.

Grundlage des Vorhabens ist die Resolução do Conselho de Ministros n.º 66/2024 vom 27. Mai 2024, die den Kurs für den Standort Alcochete vorgibt. Weitere Regierungsakte, darunter die Resolução do Conselho de Ministros n.º 119/2026, präzisieren das weitere Vorgehen. Zuständige Stellen betonen, dass sämtliche Infrastruktur- und Raumordnungsfolgen im Rahmen eines förmlichen Umweltprüfungsverfahrens zu bewerten sind.

Auslöser der aktuellen Kontroverse sind Kostenangaben, die in der öffentlichen Debatte kursieren: Genannt wird eine Spanne von etwa 7,9 bis 8,9 Milliarden Euro zu Preisen von 2024. Diese Zahlen stammen aus einem Meinungsbeitrag und bilden keinen amtlichen Kostenvoranschlag. Das Wirtschafts- und Infrastrukturressort verweist darauf, dass belastbare Effekte auf Entgelte und Ticketpreise erst nach Vorliegen finaler Finanzierungspläne und der konkreten Tarifpolitik der Betreiber zu beurteilen sind.

Die Konzessionsinhaberin ANA – Aeroportos de Portugal hat der Regierung den vorläufigen Bericht zum Estudo de Impacte Ambiental übermittelt; erste Unterlagen gingen im Januar 2026 ein. Parallel laufen technische Abstimmungen mit der Luftfahrtaufsicht und der NAV Portugal über Luftraumführung, Kapazitäten und betriebliche Integration mit dem bestehenden System.

Für den Standort sind zudem militärische Verlagerungen vorbereitet. Die Força Aérea wurde ermächtigt, Ausgaben für die Desmilitarisierung der Flächen in Alcochete zu tätigen. Das Verteidigungsministerium hat die Verlegung des Schießplatzes nach Alter do Chão angekündigt, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den zivilen Ausbau zu schaffen.

Im politischen und rechtlichen Kern geht es derzeit um drei Felder: erstens um die Plausibilität der Kostenprognosen und die Verteilung der Finanzierungslasten zwischen Staat, Konzessionär und Nutzern; zweitens um die Auswirkungen auf Wettbewerbsfähigkeit und Preise im Luftverkehr; drittens um die ökologische und raumordnerische Bewertung im formellen Verfahren. Fest steht: Der Neubau in Alcochete ist durch Regierungsbeschlüsse hinterlegt und wird in einem mehrstufigen Verfahren technisch, wirtschaftlich und umweltrechtlich geprüft. Ob und in welchem Ausmaß sich Entgelte und Ticketpreise verändern, bleibt eine Prognose, bis verbindliche Finanzierungs- und Tarifentscheidungen vorliegen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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