Portugals Außenminister Paulo Rangel und der US-Politiker Marco Rubio haben am 8. Oktober 2026 in Lissabon die enge Zusammenarbeit zwischen Portugal und den Vereinigten Staaten bekräftigt. Bei einem gemeinsamen Auftritt hob Rangel die historisch gewachsenen Beziehungen hervor und nannte die Basis Lajes auf der Insel Terceira (Azoren) als strategischen Standort mit besonderer Bedeutung für die transatlantische Sicherheit.
Rubio würdigte Portugal als verlässlichen und kooperativen Verbündeten und sprach sich für eine Vertiefung der bilateralen Beziehungen aus. Neben sicherheitspolitischen Aspekten verwies er auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit, die nach seinen Worten ebenfalls einen Rahmen für engere Partnerschaften bilde. Rangel betonte, die Nutzung der Basis Lajes unterliege klaren rechtlichen Vorgaben und vertraglichen Verpflichtungen Portugals. Er stellte heraus, dass jede Zusammenarbeit an internationales Recht und die politischen Beschlüsse des Landes gebunden sei.
Die Basis Lajes ist eine portugiesische Luftwaffenbasis auf Terceira und wird seit dem Zweiten Weltkrieg für transatlantische Verbindungen genutzt. In Portugal wird seit Monaten kontrovers diskutiert, in welchem Umfang die Anlage Drittstaaten, insbesondere den USA, zur Verfügung steht. Dazu gab es parlamentarische Vorstöße, öffentliche Stellungnahmen regionaler Behörden auf den Azoren sowie Forderungen von Oppositionsparteien nach mehr Transparenz über Art und Umfang möglicher Operationen.
Aus Lissabon hieß es am 8. Oktober, die Regierung handele innerhalb des Völkerrechts und ihrer Verpflichtungen gegenüber NATO‑Partnern. Damit beansprucht die Exekutive das außen‑ und sicherheitspolitische Mandat, verweist jedoch zugleich auf die Rolle der Assembleia da República bei Kontrolle und Ausgestaltung des Rahmens. Rangel unterstrich, dass parlamentarische Kontrolle und rechtliche Grundlagen zentral blieben. Fraktionen und zivilgesellschaftliche Gruppen dringen weiterhin auf detaillierte Auskünfte zur Nutzung der Anlage; im Parlament wurden entsprechende Anhörungen gefordert.
Die Begegnung in Lissabon bestätigte damit eine doppelte Linie der Regierung: Einerseits die klare Betonung der transatlantischen Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten, andererseits die Bekräftigung, dass Portugals Souveränität, Rechtssicherheit und parlamentarische Aufsicht gewahrt werden. Für die Azoren, wo regionale Behörden wiederholt auf Klarheit gedrängt haben, bleibt die Frage der praktischen Umsetzung besonders relevant. Welche konkreten Folgeschritte aus den Gesprächen hervorgehen, ließen die Beteiligten zunächst offen. Rangel stellte jedoch in Aussicht, dass Portugal seine Beiträge zur gemeinsamen Sicherheit fortführen werde, ohne dabei auf rechtsstaatliche Leitplanken zu verzichten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).