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Privatschulen führen Schulranking in Portugal – beste öffentliche auf Rang 38

Das neue Ranking des Público und der Católica Porto Business School sieht Privatschulen vorn. Spitzenreiter ist das Grande Colégio Universal in Porto; die beste öffentliche Schule liegt auf Platz 38. Im Fach Portugiesisch steigen…

Privatschulen belegen erneut die Spitzenplätze im portugiesischen Schulranking. Angeführt wird die Liste vom Grande Colégio Universal in Porto. Das am 30. Oktober 2026 veröffentlichte Ranking wurde für die Zeitung Público in Zusammenarbeit mit der Católica Porto Business School erstellt und stützt sich auf landesweite Prüfungsdaten. Die beste öffentliche Schule erscheint erst auf Rang 38.

Die Auswertung umfasst zwei Perspektiven: Zum einen die absoluten Durchschnittsnoten der Abschlussexamina, zum anderen den sogenannten Ranking da superação. Letzteres misst die Leistungen relativ zu sozioökonomischen Rahmenbedingungen der Schülerschaft. In dieser zweiten Sichtweise schneiden zahlreiche öffentliche Schulen besser ab, als ihre Platzierungen nach reinen Durchschnittsnoten vermuten lassen.

Auffällig ist die Fächerentwicklung: Die Durchschnittsnoten in Português legten gegenüber dem Vorjahr zu, während die Resultate in Matemática merklich zurückgingen. Berichtet wird ein nahezu zweipunktiger Rückgang in Mathematik und ein moderater Anstieg im Fach Portugiesisch. Diese gegenläufige Tendenz dürfte die Bildungsplanung prägen – von der gezielten Förderung in Mathematik bis zu Fortbildungen für Fachlehrkräfte und der Überprüfung von Lehrplänen.

Die Herausgeber des Rankings betonen, dass die Berechnung des Ranking da superação Faktoren wie den familiären sozioökonomischen Hintergrund, die Bildungsabschlüsse der Eltern, Altersstrukturen der Jahrgänge sowie staatliche Unterstützungsleistungen einbezieht. Damit soll die Vergleichbarkeit zwischen Schulen mit unterschiedlichen Startvoraussetzungen verbessert werden. Gleichwohl bleibt die Rangliste der absoluten Noten von privaten Einrichtungen dominiert.

Politisch brisant sind zwei Punkte: Erstens verdichtet sich die Evidenz, dass Privatschulen in den oberen Rängen überrepräsentiert sind. Zweitens zeigt der Kontextvergleich, dass öffentliche Schulen in vielen Fällen mehr Lernfortschritt erzielen, als die Rohwerte anzeigen. Offizielle politische Maßnahmen wurden mit der Veröffentlichung nicht angekündigt. Bildungsverbände und Schulträger dürften in den kommenden Tagen die Frage der Ressourcenverteilung, die Wirksamkeit staatlicher Beihilfen sowie mögliche Konsequenzen für Auswahl- und Förderstrategien diskutieren.

Das Ranking das Escolas von Público und der Católica Porto Business School ist seit Jahren ein vielbeachteter Bezugspunkt für Debatten über Chancengleichheit und Leistungsstand im portugiesischen Bildungssystem. Die nun vorgelegten Ergebnisse liefern dafür neue Daten – und setzen bei Mathematik und dem Vergleich von Schulträgern klare Akzente.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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