Der Präsident der Republik, António José Seguro, hat am 26. September 2026 den Tod von Maria do Carmo Romão beklagt. In einer Mitteilung aus dem Präsidialamt würdigte er die frühere sozialistische Abgeordnete und frühere Vorsteherin der Santa Casa da Misericórdia de Lisboa für ihre Standhaftigkeit in der Verteidigung des Feminismus, der Chancengleichheit und der sozialen Gerechtigkeit. Seguro sprach der Familie sein Beileid aus. Romão starb im Alter von 89 Jahren in Faro.
Maria do Carmo Romão, geboren am 25. August 1937, prägte über Jahrzehnte die Gleichstellungspolitik in Portugal. Unmittelbar nach dem 25. April 1974 leitete sie die Comissão da Condição Feminina, die Vorläuferin der heutigen Comissão para a Cidadania e Igualdade de Género. Später gehörte sie für den Partido Socialista der Assembleia da República in mehreren Legislaturperioden an. Von Januar 1996 bis Dezember 2001 stand sie als Vorsteherin an der Spitze der Santa Casa da Misericórdia de Lisboa, einer zentralen Wohlfahrtsinstitution der Hauptstadt mit breitem sozialem Auftrag.
Romãos Laufbahn verband parlamentarische Arbeit mit der Leitung öffentlicher und sozialer Einrichtungen. In der Geschlechterpolitik trieb sie die Institutionalisierung von Rechten und Förderinstrumenten voran, die seit der Demokratisierung schrittweise ausgebaut wurden. Ihre Amtszeit an der Santa Casa da Misericórdia de Lisboa fiel in eine Phase organisatorischer Modernisierung und der Ausweitung sozialer Dienste, von der Pflege bis zur Armutsbekämpfung.
Die Stellungnahme des Präsidenten reiht sich in Würdigungen staatlicher und gesellschaftlicher Akteure ein, die Romãos Beitrag zur Verankerung der Gleichstellungspolitik und zur Stärkung institutioneller Wohlfahrt hervorheben. Der Tod einer Persönlichkeit, die an Schnittstellen zwischen Politik und sozialer Praxis wirkte, ist von gesamtstaatlicher Bedeutung: Er erinnert an die historische Entwicklung der Frauen- und Sozialpolitik in Portugal und an die Rolle öffentlicher Institutionen für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Prognosen über mögliche politische Folgedebatten bleiben offen; die Reaktionen konzentrieren sich zunächst auf Anerkennung des Lebenswerks und Anteilnahme.
Die Angaben zum Todestag, zum Todesort und zu den Funktionen Romãos beruhen auf der Mitteilung des Präsidialamts und übereinstimmenden Berichten portugiesischer Medien vom 26. September 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).