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Portugals Gewerkschaften prüfen Beteiligung an Wohnungsstreik am 11. November

Spaniens Gewerkschaftschef Unai Sordo spricht mit portugiesischen Verbänden über eine gemeinsame Aktion für bezahlbares Wohnen. In Portugal ist eine Entscheidung noch offen.

Spaniens größter Gewerkschaftsbund Comisiones Obreras verhandelt mit portugiesischen Verbänden über eine mögliche gemeinsame Aktion für das Recht auf Wohnen am 11. November 2026. Der Generalsekretär der Comisiones Obreras, Unai Sordo, erklärte am Donnerstag, man stehe mit Partnern in Portugal in Kontakt. In Spanien haben Comisiones Obreras (CCOO) und UGT für diesen Tag landesweite Arbeitsniederlegungen und Proteste gegen die steigenden Wohnkosten ausgerufen. Eine formelle Zusage aus Portugal liegt bislang nicht vor.

Aus portugiesischer Sicht ist der Entscheidungsprozess differenziert. Die Dachorganisation CGTP-IN schließt laut jüngsten Stellungnahmen weitere Kampfmaßnahmen nicht aus, warnt jedoch vor übereilten Beschlüssen und will politische und gewerkschaftliche Folgen abwägen. UGT Portugal hat sich öffentlich noch nicht festgelegt. Beide Verbände verweisen darauf, dass Ziel und Form einer möglichen Beteiligung von Gremienbeschlüssen abhängen.

Hintergrund ist eine in beiden Ländern aufgeheizte Debatte über bezahlbares Wohnen. In Spanien begründen CCOO und UGT ihren Aufruf mit stark gestiegenen Mieten, strukturellem Wohnraummangel und unzureichender Regulierung. In Portugal hatten zuletzt Proteste in mehreren Städten die Thematik erneut auf die Agenda gesetzt, darunter Kundgebungen in Lissabon und Porto. Die Regierung verweist auf bestehende Gesetze und Programme, steht aber weiter unter Druck, zusätzliche Maßnahmen gegen Mietpreissteigerungen und Wohnungsknappheit zu prüfen.

Sordo nannte eine gemeinsame Aktion mit Portugal „historisch“, knüpfte dies jedoch ausdrücklich an Entscheidungen auf portugiesischer Seite. Seine Aussagen wurden von portugiesischen Medien dokumentiert. Die spanischen Initiatoren sehen in einer koordinierten Mobilisierung ein Signal, den Handlungsdruck bei Wohnungsfragen europaweit zu erhöhen. In Portugal wird zugleich diskutiert, ob ein Termin im Gleichschritt mit Spanien die Wirksamkeit steigert oder eine eigenständige Taktung sinnvoller ist.

Offen ist, ob portugiesische Gewerkschaften am 11. November 2026 zu Arbeitsniederlegungen aufrufen oder sich auf Solidaritätskundgebungen beschränken. Klar ist: Der portugiesische Beschlussweg läuft noch, und Zusagen wurden bis Donnerstag nicht verlautbart. Faktisch steht damit fest, dass in Spanien für den 11. November mobilisiert wird, während Portugal die Optionen prüft. Weitere Beschlüsse der CGTP-IN und der UGT Portugal werden kurzfristig erwartet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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