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Portugal verurteilt Verherrlichung von Ratko Mladić bei Trauerfeier in Belgrad

Das Außenministerium in Lissabon äußerte am 8. September 2026 tiefe Besorgnis über öffentliche Ehrerbietungen für den verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladić bei seiner Trauerfeier in Belgrad und bekräftigte Solidarität mit den Opfern.

Kurzmeldung

Das portugiesische Außenministerium veröffentlichte am 8. September 2026 in Lissabon eine Erklärung, in der es „mit tiefer Besorgnis“ die öffentlichen Formen der Verherrlichung des verurteilten Kriegsverbrechers Ratko Mladić bei dessen Trauerfeier in Belgrad kritisierte. Die Mitteilung benennt ausdrücklich die Pflicht zu Wahrheit, Erinnerung und Respekt gegenüber den Opfern der Kriegsverbrechen in Bosnien und Herzegowina und betont die Solidarität Portugals mit den Hinterbliebenen.

In Portugal wie in mehreren EU-Mitgliedstaaten wurde das Zeremoniell als unvereinbar mit den grundlegenden europäischen Werten bewertet. Die Erklärung aus dem Außenministerium forderte politische Verantwortungsträger in Serbien auf, historisches Gedenken nicht zu relativieren und Zeichen zu setzen, die Leugnung und Verherrlichung schwerster Verbrechen verhindern.

Ratko Mladić war 2017 von einem internationalen Gericht wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen verurteilt worden; besonders genannt wird das Massaker von Srebrenica im Juli 1995, bei dem etwa 8.000 bosnisch‑muslimische Männer und Jungen getötet wurden. Die portugiesische Stellungnahme verbindet die Ablehnung öffentlicher Huldigungen mit dem Appell, Erinnerungskultur und rechtsstaatliche Prinzipien als Voraussetzungen für Stabilität auf dem Westbalkan zu bewahren.

Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Union hatten in den Tagen zuvor ähnliche Kritik geäußert und zugleich darauf hingewiesen, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit der Vergangenheit zu den Erwartungen an Staaten gehört, die eine stärkere Anbindung an die EU anstreben. Aus Lissabon hieß es, Anerkennung von Schuld, konsequente Strafverfolgung und klare Distanzierung von Kriegsverbrechern seien Grundbedingungen für dauerhaften Frieden in der Region.

Die portugiesische Regierung kündigte an, ihre diplomatischen Kanäle zu nutzen, um die Bedeutung von Erinnerung und Rechtsstaatlichkeit in der bilateralen und europäischen Zusammenarbeit zu unterstreichen.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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