Kurzmeldung
Das portugiesische Außenministerium verurteilte am 22. September 2026 ausdrücklich die Angriffe der Huthis auf Schiffsziele und deren Drohung, die Passage durch die Meerenge Bab el‑Mandeb zu behindern. In einer Mitteilung auf der Plattform X nannte das Ministerium die angedrohte Einschränkung der freien Durchfahrt „inakzeptabel“ und sprach seine Solidarität mit Saudi‑Arabien aus. Die Erklärung wurde vom Ministerium unter Leitung von Außenminister Paulo Rangel veröffentlicht.
Die Stellungnahme knüpft an Debatten im UN‑Sicherheitsrat Anfang und Mitte September an, in denen saudische Vertreter vor den sicherheitspolitischen Folgen für die Schifffahrt im Roten Meer warnten und eine klare internationale Verurteilung forderten. In Protokollen der Sitzungen heißt es, die jüngste Offensive der Huthis habe die Kontrolle über Mukha und damit die Nähe zur Bab el‑Mandeb‑Schifffahrtsroute verändert, was die Sorge um die Freiheit der Seewege verstärke.
Portugal betont in seiner Mitteilung die völkerrechtliche Dimension: Jegliche Behinderung des internationalen Schiffsverkehrs stellt nach Auffassung Lissabons einen Verstoß gegen das Seerecht dar. Konkrete militärische Zusagen enthält die Erklärung nicht; sie beschränkt sich auf politische Unterstützung, rechtliche Einordnung und die Aufforderung zur Nutzung multilateraler Foren zur Deeskalation.
Für Portugal als europäischer Küstenstaat ist die Lage auch wirtschaftlich relevant: Die Meerenge Bab el‑Mandeb verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist ein wichtiger Abschnitt der Route zwischen Europa und Asien. Mögliche Störungen können Lieferketten beeinträchtigen, Versicherungs‑ und Transportkosten erhöhen und Umfahrungen über das Kap der Guten Hoffnung erforderlich machen.
Die portugiesische Regierung wiederholte ihren Appell an alle Beteiligten, das Völkerrecht zu achten und auf diplomatische Lösungen zu setzen. Lissabon sieht den Schutz freier Seewege als gemeinsames Interesse und verweist auf die Rolle multilateraler Mechanismen, insbesondere des UN‑Sicherheitsrats, zur Sicherung der regionalen Stabilität.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).