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Portugal und Venezuela starten engeren Wirtschaftsdialog nach Treffen in Caracas

Nach einem Treffen in Miraflores am 2. November 2026 bekräftigten Manuel Castro Almeida und Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez das Ziel, den Handel auszubauen. Portugal kündigte die Wiedereröffnung eines AICEP-Büros in Caracas an.

Portugal und Venezuela nähern sich wirtschaftlich an. Nach einem Treffen im Präsidentenpalast Miraflores in Caracas am 2. November 2026 erklärten Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida und Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, beide Seiten wollten den bilateralen Handel vertiefen und neue strategische Allianzen prüfen. Die portugiesische Regierung kündigte zugleich an, die Außenwirtschaftsagentur AICEP wieder mit einem Büro in Caracas zu vertreten, um Unternehmen vor Ort zu unterstützen.

Der Besuch fand vom 1. bis 3. November 2026 statt und wurde von einer Delegation mit rund 30 portugiesischen Unternehmen begleitet. In einer Regierungsmitteilung nannte Lissabon als vorrangige Bereiche Energie, Infrastruktur, Bauwesen, Gesundheit, Technologie, Nahrungsmittel und Tourismus. Die AICEP-Präsenz in Caracas soll laut der portugiesischen Darstellung Marktzugang und Beratung bündeln, die Ansprache von Projekten systematisieren und den Dialog mit Behörden sowie Partnern strukturieren. Die AICEP-Spitze war Teil der Delegation. Zudem verwies die Portugiesische Regierung auf die portugiesische Gemeinschaft in Venezuela als wirtschaftlichen und kulturellen Brückenfaktor.

Venezolanische Medien berichteten ergänzend, das Treffen in Miraflores sei Teil einer breiteren bilateralen Agenda. Genannt wurden ein formalisierter Wirtschaftsdialog und die Vorbereitung eines Fórum Empresarial Portugal–Venezuela am 3. November 2026 in Caracas, bei dem B2B-Gespräche Chancen für konkrete Projekte sondieren sollten. Berichte über diplomatische Personalfragen, darunter die Benennung eines Botschafters in Lissabon, wurden auf venezolanischer Seite erwähnt; entsprechende Bestätigungen liegen aus Portugal nicht vor.

Politisch bedeutet die Mission eine sichtbare Entscheidung Lissabons, wirtschaftliche Kontakte zu Caracas offensiver zu begleiten. Zuständig auf portugiesischer Seite sind das Wirtschaftsressort und die AICEP, die als außenwirtschaftliche Anlaufstelle Exportförderung, Investitionsanbahnung und Risikoabschätzung verzahnen soll. Zugleich bestehen Risiken: Venezuelas politische Unsicherheit, Regulierungsbedingungen und internationale Sanktionsrahmen können Geschäfte erschweren. In portugiesischen Darstellungen wird die Wiedereröffnung der AICEP-Vertretung daher als Instrument betont, um Projekte genauer zu prüfen, Compliance-Anforderungen zu klären und Unternehmen bei der Anbahnung zu unterstützen. Nach heutigem Stand handelt es sich im Kern um Absichtserklärungen und einen strukturierten Auftakt des Wirtschaftsdialogs; belastbare Vertragsabschlüsse oder konkrete Finanzzusagen wurden bislang nicht bekanntgegeben.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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