Das World Justice Project hat am 21. Oktober 2026 den Rule of Law Index 2026 vorgelegt. Portugal belegt darin den 27. Platz von 143 bewerteten Ländern und Jurisdiktionen. Der neue Rang geht aus dem globalen Bericht und der Länderseite des World Justice Project hervor und wurde auch von portugiesischen Medien wie Jornal Económico berichtet.
Der Index misst Rechtsstaatlichkeit auf Basis von 44 Indikatoren in acht Bereichen, darunter Abwesenheit von Korruption, Grundrechte, Ziviljustiz und Beschränkung der Regierungsgewalt. Nach Angaben des World Justice Project verzeichnete Portugal in mehreren Unterkategorien geringe Zuwächse, die in der Summe zu der leichten Verbesserung im Gesamtwert und einem Vorrücken in der Rangliste führten. Ein höherer Rang bedeutet dabei nicht zwingend Fortschritte in allen Feldern, sondern kann auch auf punktuelle Verbesserungen oder Veränderungen bei anderen Ländern zurückgehen.
Im europäischen Vergleich positioniert sich Portugal weiterhin in der oberen Mitte. Stärker schneidet das Land laut den neuen Daten bei der Abwesenheit von Korruption und bei der Beschränkung der Regierungsgewalt ab. Relativer Nachholbedarf wird dagegen in Bereichen wie Ordnung und Sicherheit sowie Teilen der Ziviljustiz genannt. Konkrete Ausprägungen und regionale Unterschiede innerhalb Portugals lassen sich aus den detaillierten Länderindikatoren ablesen; sie fallen in den einzelnen Dimensionen unterschiedlich aus.
Das World Justice Project beschreibt in seiner Gesamtschau einen anhaltend schwierigen globalen Trend. Viele Länder hätten in den vergangenen Jahren Rückschritte bei Freiheitsrechten und institutioneller Unabhängigkeit verzeichnet. Vor diesem Hintergrund dient der Rule of Law Index 2026 als international vergleichbare Standortbestimmung. Für Politik und Verwaltung in Portugal liefert er Anhaltspunkte für Reformprioritäten, etwa zur Effizienz der Ziviljustiz, zum Zugang zum Recht oder zum Schutz der Grundrechte. Unternehmen und Investoren nutzen die Daten häufig, um institutionelle Rahmenbedingungen in einzelnen Märkten zu beurteilen.
Der Index ist keine politische Handlungsempfehlung, sondern eine empirische Bestandsaufnahme. Prognosen über künftige Rangveränderungen enthält die Veröffentlichung nicht; solche Vorhersagen werden hier nicht getroffen. Maßgeblich für konkrete Reformschritte sind die detaillierten Indikatoren, die Methodik des World Justice Project und national gesetzte Ziele.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).