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Portugal richtet EUnetCCC-Jahrestagung im November 2026 in Lissabon aus

Die Direção-Geral da Saúde bestätigt: Portugal nimmt an der Joint Action EUnetCCC teil und empfängt am 26. und 27. November 2026 die Jahreskonferenz im Lisbon Congress Centre.

Portugal richtet am 26. und 27. November 2026 die Jahreskonferenz der europäischen Joint Action EUnetCCC im Lisbon Congress Centre aus. Das bestätigten die Direção-Geral da Saúde und die Projektorganisation. Portugal ist über das Programa Nacional para as Doenças Oncológicas in die Initiative eingebunden. Laut DGS sind für die portugiesische Mitarbeit 186.000 Euro vorgesehen, insbesondere für Datenerhebung, thematische Arbeitsgruppen und Pilotmaßnahmen.

EUnetCCC (European Network of Comprehensive Cancer Centres) zielt darauf, Qualitätsstandards und vernetzte Versorgung in der Onkologie europaweit zu stärken und Versorgungsunterschiede zu verringern. Die Joint Action ist Teilumsetzung von Europe’s Beating Cancer Plan. Koordiniert wird sie unter anderem vom niederländischen Prinses Máxima Centrum. Die Tagung in Lissabon soll Fachleute aus Comprehensive Cancer Centres, Forschungseinrichtungen, Gesundheitssystemen, Patientengruppen und europäischen Institutionen zusammenbringen. Auf dem Programm stehen Fragen der Datenharmonisierung, Zertifizierung und evidenzbasierter klinischer Pfade.

Für portugiesische Einrichtungen eröffnet die Teilnahme kurzfristig Zugang zu gemeinsam entwickelten Datensätzen, Peer‑Learning und Feldtests in ausgewählten Arbeitsbereichen. Mittelfristig können daraus Empfehlungen für Qualitätssicherung, regionale Schwerpunktbildung und patientennahe Versorgungsmodelle erwachsen. Verbindliche nationale Zeitpläne für Reformen nennt die DGS in den vorliegenden Unterlagen jedoch nicht. Ob und wann konkrete Änderungen in der Versorgung spürbar werden, hängt von politischen Entscheidungen, institutioneller Umsetzungskapazität und ergänzender Finanzierung ab.

Der europäische Rahmen setzt auf einheitliche Mindeststandards und transparentes Monitoring, um Unterschiede bei Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge zu reduzieren. Portugal bringt dabei Erfahrungen aus nationalen Programmen zur Krebsfrüherkennung und registergestützten Auswertung ein. Erwartet wird, dass Arbeiten zu standardisierten Qualitätsindikatoren und zur Nutzung interoperabler Registerdaten auch die Vergleichbarkeit zwischen Regionen verbessern. Zugleich verweisen Fachleute darauf, dass strukturierte Überweisungswege und integrierte, multidisziplinäre Betreuung entscheidend sind, um Patientinnen und Patienten unabhängig von Wohnort oder Einkommen gleichwertigen Zugang zu spezialisierter Onkologie zu sichern.

Mit der Ausrichtung der Jahreskonferenz 2026 in Lissabon rückt Portugal in eine Gastgeberrolle, die den fachlichen Austausch vor Ort bündelt. Der Termin markiert zugleich eine Zwischenbilanz der seit 2025 laufenden Arbeitsprogramme, in denen Ergebnisse aus Pilotprojekten, Zertifizierungsentwürfe und Vorschläge für die weitere Zusammenarbeit vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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