Die portugiesische Regierung hat am 19. Oktober 2026 die zweite Auflage des Programms „Programa de Apoio em Parceria Arte e Coesão Territorial“ gestartet und die Bewerbungsphase geöffnet. Das Fördervolumen beträgt 1 Million Euro und richtet sich an künstlerische Projekte in 78 Gemeinden mit schwächer ausgebauter professioneller Kulturinfrastruktur. Der Start wurde über das Presseportal des Governo de Portugal bestätigt; die Ausschreibung ist im Diário da República veröffentlicht.
Zuständig ist das Kulturministerium. Nach dessen Angaben soll die gezielte Unterstützung kulturelle Aktivitäten in strukturell benachteiligten Räumen stärken und partizipative Vorhaben fördern, die lokale Gemeinschaften einbeziehen. Grundlage für die Auswahl der 78 Gemeinden ist eine aktualisierte Fassung des Atlas Artístico e Cultural de Portugal, der landesweit kulturelle Ressourcen und Lücken systematisiert.
Die Verfahrensregeln orientieren sich an den geltenden Bestimmungen der Direção-Geral das Artes (DGARTES). Bewertet werden insbesondere künstlerische Qualität, organisatorische Leistungsfähigkeit, Finanzplanung und erwartete soziale Wirkung. Die Gewichtung der Kriterien ist in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt. Anträge sind fristgerecht über die vorgesehenen Plattformen einzureichen; die maßgeblichen Fristen und Formulare sind im veröffentlichten Aviso genannt.
Mit der Neuauflage setzt die XXV. Regierung eine kulturpolitische Linie fort, die seit 2025 verschiedene Instrumente zur Stärkung der kulturellen Teilhabe und regionalen Kohäsion gebündelt hat. Neben projektbezogenen Wettbewerben umfasst dieser Rahmen etwa Programmlinien für nachhaltige Förderung und Mobilität von Kulturschaffenden. Der nun erneut gezielt territorial ausgerichtete Ansatz soll Netzwerke zwischen lokalen Akteuren, Künstlerinnen und Künstlern sowie Kommunen ausbauen und dauerhafte Angebote jenseits der großen Zentren ermöglichen.
Konkrete Bewilligungszahlen oder Erfolgsprognosen nennt die Regierung nicht. Der Nachrichtenanlass ist die nun eröffnete Bewerbungsrunde mit dem festgelegten Budget von 1 Million Euro. Für Antragstellende sind die veröffentlichten Unterlagen im Diário da República und bei der DGARTES maßgeblich; darüber hinausgehende Bedingungen oder zusätzliche Mittelzusagen sind nicht angekündigt.
Mit dem landesweiten Zuschnitt und der Fokussierung auf strukturelle Lücken adressiert die Maßnahme sowohl kulturelle Chancengleichheit als auch regionale Entwicklung. Ob und in welchem Umfang die geförderten Projekte langfristig wirken, wird sich nach Abschluss des Auswahlverfahrens und der anschließenden Umsetzung zeigen; darüber liegen zum jetzigen Zeitpunkt keine belastbaren Evaluierungen vor.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).