Wirtschaft

Portugal meldet stärksten Windkraft-Zubau seit 15 Jahren

Neue Branchen- und Behördendaten zum Jahr 2026 zeigen: Portugal hat so viel neue Windleistung ans Netz gebracht wie seit anderthalb Jahrzehnten nicht mehr. Die Entwicklung wird unter anderem von WindEurope, INEGI und der Energiebehörde…

Portugal verzeichnet 2026 den kräftigsten Ausbau der Windkraft seit 15 Jahren. Nach Auswertungen aktueller Branchenberichte und amtlicher Veröffentlichungen liegt der Zubau an Onshore-Leistung in diesem Jahr bis zum Spätsommer deutlich über dem Niveau der Vorjahre. Das Wirtschaftsmedium Expresso und ECO Sapo berichten übereinstimmend, dass die jüngste Inbetriebnahmewelle den höchsten Stand seit rund anderthalb Jahrzehnten markiert.

Als Anlass dienen neu veröffentlichte und zusammengefasste Daten für das laufende Jahr, die den Schub belegen. Die europäische Branchenvereinigung WindEurope ordnet die Entwicklung in einen breiteren Trend ein: In Europa wurden 2026 umfangreiche Kapazitäten ausgeschrieben und installiert, wobei Portugal zu den dynamischeren Märkten zählt. Die portugiesische Forschungs- und Technologieeinrichtung INEGI weist in einer jüngsten Übersicht landesweit knapp 6 Gigawatt installierte Windleistung und 2.861 Turbinen aus – eine Bestandsgröße, die den gestiegenen Jahreszubau plausibilisiert. Die nationale Energiebehörde DGEG bestätigt den Anstieg der Inbetriebnahmen in ihren laufenden Marktinformationen.

Ursachen sind mehrere politische und marktwirtschaftliche Impulse. Das portugiesische Umwelt- und Energieministerium (Ministério do Ambiente e Energia) hat 2026 Regelungen zur Beschleunigung erneuerbarer Projekte konkretisiert und europäische Vorgaben zur Stabilisierung der Erlöse umgesetzt. Parallel kommt das Repowering älterer Parks voran: Betreiber ersetzen Anlagen am Ende ihrer Lebensdauer durch leistungsstärkere Turbinen, was die installierte Kapazität erhöht, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen. Technologischer Fortschritt und Netzausbau senken zudem Kosten und erleichtern die Integration.

Unmittelbar stärkt der Zubau die inländische Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen und kann die Importabhängigkeit dämpfen. Mittel- bis langfristig bleiben jedoch drei Bremsfaktoren entscheidend: der Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze, eine vorausschauende Raumplanung inklusive Naturverträglichkeit sowie zügige, rechtssichere Genehmigungsverfahren. Prognosen der Branche gehen von weiterem Ausbau aus, sind aber abhängig von Auktionstakten, Lieferketten und Netzanschlüssen.

Die Angaben beruhen auf aktuellen Mitteilungen von WindEurope, INEGI, DGEG sowie Berichten von Expresso und ECO Sapo. Konkrete Monatswerte und projektbezogene Listen werden in den Primärdokumenten der Institutionen geführt; sie stützen die Einordnung, dass der laufende Jahreszubau den höchsten Stand seit etwa 15 Jahren erreicht hat.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk