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Portugal meldet Rekordbeschäftigung, bleibt bei Produktivität unter Europäische Union-Durchschnitt

Ein neuer Snapshot der Associação Business Roundtable Portugal zeigt: Beschäftigung auf Rekordniveau, Produktivität je Stunde weiter deutlich unter dem EU-Durchschnitt.

Ein neuer Snapshot der Associação Business Roundtable Portugal (Comparar para Crescer) belegt eine Rekordbeschäftigung in Portugal, warnt aber vor anhaltender Produktivitätsschwäche. Laut der am 22. September 2026 veröffentlichten Auswertung erreichte das Land Ende 2025 mehr als fünf Millionen Beschäftigte; die Beschäftigungsquote lag bei rund 79,6 Prozent. Gleichzeitig blieb die Produktivität je Stunde deutlich unter dem EU-Durchschnitt und fiel im Vergleich zu 2000 leicht zurück.

Der Bericht ordnet die Zahlen mit Blick auf europäische Benchmarks ein: Pro geleisteter Arbeitsstunde erzeugt Portugal etwa zwei Drittel des Werts, der im Mittel der Europäischen Union erzielt wird. Dieses Gefälle hat sich nach den vorgelegten Reihen nicht verringert, obwohl die Beschäftigung auf Rekordstand gestiegen ist. Unabhängige Medienberichte bestätigten die Kernaussagen und hoben die ungewöhnliche Kombination aus hohem Arbeitsangebot und schwacher Annäherung an das EU-Niveau der Produktivität hervor.

Als strukturelle Ursachen nennt die Auswertung einen hohen Anteil kleiner und sehr kleiner Unternehmen, viele Selbstständige mit niedriger Wertschöpfung, eine sektorale Konzentration in einfachen Dienstleistungen sowie ausgeprägte regionale Disparitäten. Hinzu kommt eine Lohn-Produktivitäts-Lücke, die die Wettbewerbsfähigkeit dämpft und das nachhaltige Einkommenswachstum bremst. Die Autoren betonen, dass ein weiterer Anstieg der Beschäftigungsquote ohne Produktivitätsgewinne das Wohlstandsgefälle zur Europäischen Union nicht spürbar schließt.

Empfohlen werden gebündelte Maßnahmen von Politik und Unternehmen: gezielte Direktinvestitionen in produktive Sektoren, eine konsequente Digitalisierung, mehr Forschung und Entwicklung sowie Qualifizierung für mittlere und höhere Kompetenzen. Strukturreformen, die Skaleneffekte ermöglichen und die Unternehmensdynamik stärken, gelten im Bericht als Voraussetzung, damit höhere Beschäftigung künftig mit steigender Wertschöpfung pro Stunde einhergeht.

Der aktuelle Anlass ist die Veröffentlichung des jüngsten Snapshots Comparar para Crescer, den die Associação Business Roundtable Portugal regelmäßig vorlegt. Die darauf gestützten Befunde decken sich mit Hinweisen aus einschlägigen EU-Dokumenten, wonach eine bloß mengenmäßige Ausweitung der Erwerbsarbeit ohne technologische und organisatorische Erneuerung die Lücke beim Pro-Kopf-Einkommen nicht schließt. Solange Portugal zwar viele Menschen in Arbeit bringt, aber je Stunde weniger Wert schafft als der EU-Durchschnitt, bleibt die Produktivität der Engpass. Der Bericht macht deutlich: Entscheidend ist nicht nur, wie viele arbeiten, sondern vor allem, wie viel jede zusätzliche Stunde erwirtschaftet.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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