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Portugal liegt 2025 bei Verkehrstoten unter den fünf schlechtesten Europäische Union-Ländern

Nach einer aktuellen Auswertung für 2025 warnt der Automóvel Club de Portugal: Die Zahl der Verkehrstoten pro Million Einwohner liegt über dem EU-Durchschnitt. Die Europäische Kommission mahnt zusätzliche Maßnahmen an.

Portugal gehört im Berichtsjahr 2025 zu den fünf EU-Mitgliedstaaten mit der höchsten Zahl an Verkehrstoten pro Million Einwohner. Darauf weist der Automóvel Club de Portugal hin und beruft sich auf die von der Europäischen Kommission für 2025 konsolidierten Daten. Die Kommission bestätigt den überdurchschnittlichen portugiesischen Wert und bewertet die Entwicklung als besorgniserregend, weil das Land damit auf Abstand zu den EU-Sicherheitszielen bleibt.

Die Einstufung ergibt sich aus den europaweiten Vergleichszahlen, die 2026 für das Vorjahr aktualisiert wurden. Im Negativvergleich liegen regelmäßig Bulgarien und Rumänien an der Spitze. 2025 reihten sich auch weitere Mitgliedstaaten wie Kroatien mit hohen Sterberaten ein. Portugal platzierte sich dahinter, aber weiterhin klar oberhalb des EU-Durchschnitts. Die Europäische Kommission verweist auf deutliche Unterschiede zwischen Mitgliedstaaten: Hohe Raten treten häufiger dort auf, wo Infrastrukturmängel, eine ältere Fahrzeugflotte und eine lückenhafte Durchsetzung von Verkehrsregeln zusammenwirken.

Der Automóvel Club de Portugal fordert vor diesem Hintergrund eine verbindliche nationale Verkehrssicherheitsstrategie mit Zeitplan, eine Reform des Straßenverkehrsrechts und rasch wirksame Maßnahmen. Dazu zählen aus Sicht des Verbands gezielte Geschwindigkeitskontrollen auf Hochrisikostrecken, bauliche Korrekturen auf Landstraßen sowie besserer Schutz für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende in Städten. Auch die Prevenção Rodoviária Portuguesa nennt wiederkehrende Unfallmuster in ländlichen Regionen und in urbanen Zonen mit Mischverkehr und unübersichtlichen Knotenpunkten.

Die portugiesische Einstufung hat politische Implikationen. Brüssel koppelt die europäischen Verkehrssicherheitsziele an regelmäßiges Monitoring und kann Mitgliedstaaten konkrete Empfehlungen übermitteln. In Lissabon richtet sich der Handlungsdruck vor allem an das Innenministerium und die nachgeordneten Sicherheits- und Straßenbaubehörden. Fachleute verweisen darauf, dass kurzfristig angelegte Kontrollen und punktuelle Infrastrukturmaßnahmen Opferzahlen senken können, nachhaltige Fortschritte aber eine koordinierte Strategie mit Finanzierung, Datenanalyse und Erfolgskontrolle voraussetzen.

Unabhängig von der politischen Debatte gilt: Die hier berichteten Vergleiche beziehen sich auf das Datenjahr 2025 und die dazu 2026 veröffentlichten europäischen Auswertungen. Die Tendenz, die Portugal über dem EU-Durchschnitt zeigt, wird von nationalen Fachorganisationen aufgegriffen und mit konkreten Forderungen unterlegt. Ob sich der Abstand zur europäischen Spitzengruppe verringern lässt, hängt nun von der Umsetzung kurzfristiger Maßnahmen und einer mittelfristig stringenten Verkehrssicherheitsstrategie ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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