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Portugal: Gewerkschaften und Wohninitiativen rufen für November zu landesweiten Protesten auf

CGTP-IN mobilisiert für Demonstrationen am 21. und 24. November 2026 in Lissabon; Casa para Viver plant einen Aktionstag am 14. November. DGERT verzeichnet einen CTT-Streik vom 9. bis 12. November.

In Portugal formiert sich für November 2026 eine Welle landesweiter Proteste. Die Gewerkschaftsföderation CGTP-IN hat nach einer Sitzung ihres Nationalrats am 29. Oktober eine Reihe koordinierter Aktionen beschlossen, darunter eine Demonstration in Lissabon am 21. November sowie eine Mobilisierung zum 24. November, dem Tag der Schlussabstimmung über den Staatshaushalt 2027 in der Assembleia da República. Die Gewerkschaft begründet dies mit Forderungen nach höheren Löhnen, dem Schutz öffentlicher Dienste und Maßnahmen gegen die Wohnungsnot.

Parallel dazu kündigen Wohnungsbündnisse weitere Aktionen an. Die Plattform Casa para Viver plant für den 14. November einen landesweiten Aktionstag mit Kundgebungen in mehreren Städten. In Lissabon hält die Acampada do Rossio ihre Präsenz aufrecht; nach eigenen Angaben wollen die Beteiligten den Protestplatz auch zu Monatsbeginn weiter besetzen. Diese Gruppen kritisieren steigende Mieten, fehlenden leistbaren Wohnraum und eine ihrer Ansicht nach unzureichende Antwort der Politik.

Zum angekündigten Protestmonat gehören auch sektorale Arbeitsniederlegungen. Laut einer Bekanntmachung der DGERT ist für das Postunternehmen CTT ein Streik vom 9. bis 12. November angezeigt. Weitere, teils noch branchenbezogen zu präzisierende Ausstände werden von Gewerkschaften für den Verlauf des Monats in Aussicht gestellt.

Die Regierung steht angesichts des parlamentarischen Haushaltskalenders unter Druck. Die für den 24. November vorgesehene Schlussabstimmung über den Staatshaushalt 2027 bildet einen zentralen Termin, auf den soziale Bewegungen und Gewerkschaften hinarbeiten. Während sich die CGTP-IN auf Reallohnverluste und steigende Lebenshaltungskosten beruft, verweisen Wohninitiativen auf die Belastung durch Mieten und Immobilienpreise. Offizielle Stellungnahmen der Regierung zu den nun konkret terminierten Protesten lagen zunächst nicht vor.

Hintergrunddaten aus den vergangenen Monaten zeigen, dass sich die Debatten um Löhne und Wohnen in Portugal zugespitzt haben. Statistische Hinweise auf kräftige Mietsteigerungen und ein schwaches Lohnwachstum relativ zur Teuerung nähren die Konfliktlinien, die den angekündigten November-Aktionen zugeschrieben werden. Ob die Proteste Einfluss auf die letzten Verhandlungen über den Staatshaushalt nehmen, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass die Demonstrationen in Lissabon am 21. November, die Mobilisierung zum 24. November, der Aktionstag der Casa para Viver sowie der CTT-Streik vom 9. bis 12. November die politische Agenda im November 2026 prägen dürften.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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