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Portugal behauptet Platz 9 bei Europas Investitionszielen

Portugal bleibt laut Europe Attractiveness Survey 2026 von EY auf Rang neun für ausländische Direktinvestitionen. ECO berichtet über 186 Projekte für 2025 und stabile Wahrnehmungswerte.

Portugal hält seinen neunten Rang unter Europas Zielen für ausländische Direktinvestitionen. Das geht aus der Europe Attractiveness Survey 2026 von EY hervor, über deren Portugal-Ergebnisse das Wirtschaftsportal ECO am 13. Oktober berichtete. Erfasst wurden demnach 186 Projekte für das Jahr 2025, fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang fiel damit geringer aus als im europäischen Durchschnitt, der um sieben Prozent nachgab.

Die Erhebung kombiniert zwei Perspektiven: die Zählung realer Investitionsprojekte und eine Befragung internationaler Entscheidungsträger zur Standortwahrnehmung. In Portugal dominierten laut ECO unter Berufung auf EY erneut wissensintensive Branchen. Besonders Software, IT-Dienste und Geschäftsdienstleistungen blieben die wichtigsten Treiber der Ansiedlungen. Für 2025 wird diesen Bereichen ein Anteil von etwa 44 Prozent der Projekte zugeschrieben. Zugleich stieg der Anteil der Expansionsprojekte auf rund 37 Prozent. Das wird als Hinweis auf Vertrauen bereits präsenter Investoren gewertet.

Als Standortvorteile nennen EY-Analysten und von ECO zitierte Experten die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte, eine hohe Lebensqualität, den Ausbau erneuerbarer Energien sowie politische Stabilität. Für die weitere Anwerbung internationaler Investitionen gelten demnach insbesondere Felder wie künstliche Intelligenz, Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur, Logistik und fortgeschrittene Industrie als vielversprechend.

Die Bewertung ist für Portugal politisch und wirtschaftlich relevant, weil sie sowohl die kurzfristige Resilienz als auch strukturelle Hausaufgaben sichtbar macht. Während die Projektzahlen robust bleiben, verweisen die Gutachten auf Lücken bei Finanzierung, Planungs- und Genehmigungsabläufen sowie bei der Skalierung größerer Vorhaben. Hier sehen die Autoren die Voraussetzung, um aus der relativen Stabilität eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu formen und den Sprung in höhere Platzierungsregionen zu schaffen.

Das Ranking ordnet die portugiesische Entwicklung in einen schwächeren europäischen Gesamtrahmen ein. Vor allem in traditionellen Industrieclustern fiel die Projektzahl in mehreren Ländern deutlicher. Portugal profitiert demgegenüber von einer Spezialisierung auf Dienstleistungen mit hoher Wissensintensität und einem wachsenden Technologie-Ökosystem. Offen bleibt, ob diese Stärken bei einem anziehenden europäischen Wettbewerb ausreichen, um den Rang zu halten oder zu verbessern; das hängt von konkreten Reformschritten bei Infrastruktur, Energieangebot und steuerlicher Planungssicherheit ab.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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