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Portugal behandelt verwundete ukrainische Soldaten im Rehazentrum in Ourém

In Ourém laufen Reha-Programme für verletzte ukrainische Militärangehörige; Kapazitäten wurden ausgebaut.

In Ourém werden seit Mitte Oktober verwundete Angehörige der ukrainischen Streitkräfte rehabilitiert. Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen Senders RTP umfasst das Angebot im Zentrum Fénix sowohl physische als auch psychologische Behandlung. Die Aufnahme und Betreuung erfolgen in Abstimmung zwischen der portugiesischen Regierung, lokalen Partnern und zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Die Regierung der Republik Portugal hatte zuvor angekündigt, zunächst 24 verletzte Militärangehörige zur Behandlung aufzunehmen. Dieses Kontingent diente als Planungsgröße für die erste Phase. RTP berichtet, dass die Kapazitäten in Ourém inzwischen erweitert wurden und zusätzliche Pflegeplätze bereitgestellt werden. Die Behandlungsangebote reichen von Physiotherapie über psychologische Unterstützung bis zu sozialer Begleitung, um eine schrittweise Rückkehr in den Alltag zu ermöglichen.

Als lokaler Träger der Maßnahmen wird das Zentrum Fénix genannt. Die zivilgesellschaftliche Initiative Help UA.PT arbeitet nach Angaben der Gemeinde Ourém mit dem Zentrum zusammen, um Unterbringung, Dolmetschen und psychosoziale Dienste für die Betroffenen zu organisieren. Die Koordination der medizinischen Leistungen erfolgt in enger Abstimmung mit den staatlichen Stellen und den Fachkräften vor Ort.

Parallel zu den Programmen für Militärangehörige setzt Portugal seine Unterstützung für zivile Kriegsopfer aus der Ukraine fort. Im Januar 2026 kamen nach Regierungsangaben 18 Kinder und 15 Mütter aus der Region Tschernihiw nach Ourém. Sie nahmen an mehrtägigen bis mehrwöchigen Programmen zur emotionalen Stabilisierung, sozialen Integration und Erholung teil. Regierungschef Luís Montenegro besuchte im Frühjahr eine Gruppe dieser Frauen und Kinder, um sich über den Ablauf und die Bedarfe der Programme zu informieren.

Die aktuelle Aufnahme verletzter Soldaten fügt sich in den breiteren humanitären Ansatz Portugals gegenüber der Ukraine ein. Neben medizinischer Hilfe und Rehabilitationsleistungen unterstützt Lissabon auch Evakuierungen besonders schutzbedürftiger Personen sowie Bildungs- und Integrationsangebote für Geflüchtete. Die kommunale Einbindung in Ourém gilt dabei als Beispiel für die Verzahnung staatlicher, lokaler und zivilgesellschaftlicher Strukturen.

Zahlen zu bereits behandelten Fällen variieren je nach Zeitpunkt der Erhebungen. Während die Regierung die Aufnahme von 24 Militärangehörigen als Startgröße nannte, berichten Medien über eine im Laufe des Jahres steigende Zahl behandelter Patienten und zusätzliche Kapazitäten im Zentrum Fénix. Verbindliche Aktualisierungen liefern vor allem laufende Mitteilungen der portugiesischen Regierung und die Berichte von RTP.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen