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Porto: Über 200 Menschen setzen Wohncamp auf Praça D. João I fort

In Porto blieb die Lage in der Nacht auf Montag ruhig: Nach einer Volksversammlung hielten mehr als 200 Menschen die Acampada für bezahlbaren Wohnraum auf der Praça D. João I aufrecht.

Die Proteste für bezahlbaren Wohnraum in Porto haben in der Nacht auf den 26. Oktober 2026 weiter angedauert. Nach Angaben des öffentlich‑rechtlichen Senders RTP blieb die Lage auf der Praça D. João I bis nach Mitternacht ruhig. Mehr als 200 Menschen diskutierten demnach nach einer Volksversammlung vor Ort und hielten die Acampada im Stadtzentrum aufrecht.

Die seit dem 10. Oktober bestehende Zeltaktion richtet sich gegen die Wohnungsnot in Porto und darüber hinaus. Organisierte Gruppen, darunter das Movimento pela Habitação, fordern mehr sozialer Wohnungsbau, stärkeren Schutz vor Zwangsräumungen und Maßnahmen gegen Preisdruck auf dem Mietmarkt. Nach Medienberichten waren in den vergangenen Tagen wiederholt Fragen zur Nutzung des öffentlichen Raums aufgekommen, nachdem Ordnungskräfte einzelne Zelte beanstandet oder entfernt hatten.

Die PSP verwies gegenüber lokalen Medien auf rechtliche Vorgaben für Aufbauten und Versammlungen im öffentlichen Raum. Die Câmara Municipal do Porto betonte, zentrale Plätze müssten zugänglich bleiben. Vertreterinnen und Vertreter der Bewegung erklärten, man halte an gewaltfrei organisierten Aktionen fest und wolle die Forderungen erneut gebündelt an die Stadt- und Zentralregierung übergeben. Konkrete neue Zusagen der Behörden lagen in der Nacht nicht vor.

Die anhaltende Präsenz auf der Praça D. João I hat den landesweiten Diskurs über Wohnungsprojekte und Mietpolitik befeuert. Auch in Lissabon kam es in diesem Monat zu ähnlichen Kundgebungen. Beobachter verweisen darauf, dass die Stärke der Bewegung weniger an der Zahl der Zelte als an der Dauer und Sichtbarkeit der Versammlungen messbar sei. Zugleich stehen Polizei und Stadtverwaltung vor der Abwägung zwischen Versammlungsfreiheit und ordnungsrechtlichen Vorgaben.

Für die Nacht von Sonntag auf Montag meldeten Berichte keine größeren Zwischenfälle. Die Angabe „mehr als 200“ Anwesende ist eine Momentaufnahme und stammt aus der Zeit kurz nach Mitternacht. Aussagen über mögliche weitere Maßnahmen der PSP oder der Stadt am Montagmorgen lagen zum Redaktionsschluss nicht vor. Fest steht: Die Wohnungsproteste bleiben auf der politischen Agenda, und die Praça D. João I bleibt vorerst ein zentraler Ort dieser Auseinandersetzung in Porto.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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