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Porto mahnt Eigentümer von mehr als 6.000 Leerständen und droht mit Anhebung der Grundsteuer (Imposto Municipal sobre Imóveis)

Die Stadt Porto hat über 6.000 als leerstehend identifizierte Gebäude angeschrieben und kündigt bei Untätigkeit höhere Sätze der kommunalen Grundsteuer (Imposto Municipal sobre Imóveis) an, gestützt auf ein neues kommunales Regelwerk.

Kurzmeldung

Die Câmara Municipal do Porto hat nach eigenen Angaben mehr als 6.000 Gebäude als „prédios devolutos“ identifiziert und beginnt, formelle cartas an die jeweiligen Eigentümer zu versenden. Ziel der Maßnahme ist, leerstehende Wohnsubstanzen zu sanieren und dem Vermietungs- oder Verkaufsmarkt wieder verfügbar zu machen. Die Stadt kündigt an, bei ausbleibenden Maßnahmen verschärfte fiskalische Folgen zu prüfen und — falls erforderlich — höhere Sätze der kommunalen Grundsteuer anzuwenden (Imposto Municipal sobre Imóveis).

Als rechtliche Grundlage nennt die Stadt das neue Regulamento n.º 1071/2026, mit dem die Gemeinde die Voraussetzungen und Verfahren zur Klassifizierung von Gebäuden als devolutos regelt und zugleich die Möglichkeit eröffnet, die IMI-Sätze bei andauernder Leerstandsverweildauer zu verschärfen. Ergänzend gelten die Bestimmungen des nationalen IMI-Rechts (CIMI), wonach für längerfristig leerstehende Gebäude in Druckgebieten Steuerzuschläge vorgesehen sind. Die Verwaltung verweist zugleich auf Unterstützungsangebote: Eigentümer sollen technischen Rat und Förderprogramme zur Instandsetzung in Anspruch nehmen können.

Die Portoer Mitteilung betont, dass die versandten cartas den Beginn eines Verwaltungsverfahrens markieren. Eigentümer erhalten Fristen, in denen sie Sanierungs- oder Nutzungspläne vorlegen müssen; unterbleiben nachfolgenden Schritte, kann die Kommune die Anwendung von Zuschlägen prüfen und gegebenenfalls durchsetzen. Die Stadt erkennt an, dass komplexe Fälle — etwa bei unklaren Eigentumsverhältnissen oder sehr hohem Sanierungsaufwand — längere Fristen und zusätzliche Prüfungen erfordern.

Hintergrund der Aktion ist der angespannt bleibende Wohnungsmarkt in Porto: leerstehende Bestände verknappen das Angebot und treiben Mieten und Kaufpreise. Die Kommune setzt deshalb auf eine Mischung aus Druck und Förderung, um kurzfristig nutzbaren Wohnraum zu schaffen. Ob die Maßnahme wirkungsvoll ist, hängt davon ab, wie viele Eigentümer zeitnah reagieren und in welchem Umfang die Kommune die angekündigten steuerlichen Verschärfungen tatsächlich anwendet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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