Kurzmeldung
Einen Tag vor neuen Verhandlungen mit dem portugiesischen Innenministerium haben am Montagabend, dem 28. September 2026, in Porto rund 200 Angehörige der Polícia de Segurança Pública (PSP) und der Guarda Nacional Republicana (GNR) protestiert. Die Kundgebung verlief nach übereinstimmenden Berichten ruhig und ohne Zwischenfälle. Sie begann in der Nähe des Comando Metropolitano der PSP und endete auf der Avenida dos Aliados.
Die Aktion wurde von der Associação Sindical dos Profissionais da Polícia (ASPP) und der Associação dos Profissionais da Guarda (APG/GNR) einberufen. Beide Berufsvertretungen kritisieren, dass das im Juni 2024 geschlossene Abkommen in wichtigen Punkten nicht umgesetzt werde. Im Zentrum stehen Forderungen nach besseren Gehältern, klar geregelten Zulagen, verlässlicheren Arbeitszeiten und einer Neuordnung der Laufbahnen. Die Verbände sprechen von einer stagnierenden Verhandlungsdynamik und suchten daher die Öffentlichkeit als Druckmittel unmittelbar vor den anberaumten Gesprächen mit dem Ministério da Administração Interna.
Die Protestierenden traten bewusst in stiller Form auf; es gab nach Berichten nur kurze Erklärungen der Vertreterinnen und Vertreter der Verbände. Festnahmen, nennenswerte Verkehrsbehinderungen oder Zwischenfälle wurden in den ausgewerteten Quellen nicht gemeldet. Das Innenministerium hatte bereits vorher Gesprächsrunden mit Vertretern der PSP und der GNR angekündigt; ein konkretes unmittelbares Statement des Ministeriums zu diesem Protest lag zunächst nicht vor.
Der Protest in Porto reiht sich ein in eine Reihe von Aktionen, mit denen Angehörige der Sicherheitskräfte landesweit wiederholt auf strukturelle Probleme der Besoldung und der Aufgabenverteilung aufmerksam machen. Welche konkreten Ergebnisse die für den 29. September 2026 angesetzten Verhandlungen zeitigen, bleibt offen und hängt vom weiteren Verlauf der Gespräche ab. Angaben zu Teilnehmerzahl, Ablauf und Forderungen basieren auf Meldungen etablierter portugiesischer Medien und auf Mitteilungen der beteiligten Verbände.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).