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Pisa 2025: Portugal rutscht in Mathematik und Lesen deutlich ab

Die OECD hat die Pisa-Ergebnisse 2025 veröffentlicht: Portugal fällt in Mathematik und Lesen auf Werte nahe dem Stand vor rund 20 Jahren. Das Bildungsministerium berät Gegenmaßnahmen.

Die OECD hat die Ergebnisse des Programme for International Student Assessment (Pisa) 2025 vorgelegt. Nach der Länderauswertung für Portugal sanken die Durchschnittswerte der 15‑Jährigen in Lesen und Mathematik deutlich und liegen wieder nahe den Ergebnissen von Anfang der 2000er Jahre. Genannt werden Punktzahlen von etwa 462 im Lesen, 460 in Mathematik und 482 in Naturwissenschaften. Gegenüber 2022 verzeichnet Portugal damit spürbare Rückgänge, vor allem in Lesen und Mathematik. Diese Angaben stammen aus der OECD-Ländermeldung zu Portugal.

Die OECD weist darauf hin, dass Pisa Kompetenzen und nicht nationale Lehrpläne bewertet. Ursachen für Trendbrüche lassen sich erst über mehrere Zyklen belastbar einordnen. Für Portugal vermerkt die Analyse wachsende Leistungsunterschiede zwischen Schulen sowie Engpässe bei Personal und Ausstattung, die Unterrichtsqualität und Lernbedingungen beeinträchtigen können. International rangiert Portugal weiterhin im Mittelfeld der Vergleichsländer, verliert aber Teile der Fortschritte, die insbesondere zwischen 2009 und 2015 erzielt wurden.

Das Bildungsministerium kündigte laut portugiesischen Medien Beratungen über gezielte Gegenmaßnahmen an. Diskutiert werden zusätzliche Unterstützung für leistungsschwächere Schulen, eine Überprüfung der Lehreraus- und -fortbildung sowie Anpassungen bei Förder- und Prüfungsinstrumenten. Sender wie RTP und Renascença berichten über entsprechende Debatten und Forderungen aus Fachkreisen.

Fachexpertinnen und -experten mahnen zur Ursachenanalyse mit Blick auf mehrere Einflussfaktoren. Genannt werden die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie auf Lernzeit und Unterrichtskontinuität, gewachsene soziale Disparitäten zwischen Schulstandorten und ein veränderter, teils unstrukturierter Einsatz digitaler Medien im Unterricht und zu Hause. Zugleich warnen sie vor schnellen Strukturreformen ohne begleitende Evidenz: Zunächst sollten diagnostische Instrumente, gezielte Leseförderung, Unterrichtsqualität in Mathematik und schulübergreifende Unterstützung gestärkt werden.

Die OECD-Ergebnisse liefern damit den aktuellen Anlass für eine bildungspolitische Neujustierung in Portugal. Kurzfristig geht es um Stabilisierung der Basisleistungen in Lesen und Mathematik; mittelfristig um das Schließen von Leistungsabständen zwischen Schulen. Langfristig bleibt die Herausforderung, die in den 2010er Jahren erzielten Fortschritte wieder zu erreichen, ohne neue Ungleichheiten zu verfestigen. Die kommenden Pisa-Zyklen werden zeigen, ob die jetzt diskutierten Maßnahmen Wirkung entfalten.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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