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Passe Ferroviário Verde gilt ab Sonntag in den Vorortzügen von Lissabon und Porto

Die Regierung weitet den 20‑Euro‑Monatspass ab 27. September auf die städtischen CP‑Linien in Lissabon und Porto aus; Fertagus folgt später.

Ab Sonntag, 27. September 2026, ist der Passe Ferroviário Verde in den städtischen Vorortzügen der CP – Comboios de Portugal in Lissabon und Porto gültig. Das teilte die Regierung am Samstag mit. Damit wird der 20‑Euro‑Monatspass, der bisher vor allem auf Regional- und Nahverkehrsverbindungen genutzt wurde, auf die Urbanlinien der größten Metropolräume des Landes ausgedehnt.

Rechtsgrundlage der Ausweitung ist eine im Diário da República veröffentlichte Änderung des ursprünglichen Rahmens: Auf das Decreto-Lei n.º 73/2024 folgt nun das Decreto-Lei n.º 195-A/2026, das die Geltung ausdrücklich auf die städtischen CP‑Dienste in Lissabon und Porto erweitert. Ziel ist laut Regierung die Entlastung privater Haushalte, eine Vereinfachung der Tarife und die Förderung klimafreundlicher Mobilität.

Von der Nutzung mit dem Passe Ferroviário Verde ausgenommen bleiben bestimmte Fernverkehrsleistungen. So gilt der Pass nicht im Hochgeschwindigkeitszug Alfa Pendular und nicht in der ersten Klasse der Intercidades. Für die Nutzung in den Vorortzügen sind die üblichen Nachweise erforderlich: Der Pass kann digital in der App gov.pt oder im Kundenbereich myCP sowie physisch auf dem Cartão CP hinterlegt werden; bei Kontrollen ist der elektronische oder physische Nachweis vorzuzeigen.

Die Anbindung der privatrechtlich betriebenen Sado‑ und Tejoquerung von Fertagus wird separat umgesetzt. Die Regierung kündigte an, Zeitpunkt und Modalitäten dieser Einbindung gesondert bekanntzugeben. Für Reisende zwischen Setúbal, der Südachse und Lissabon bleibt bis dahin der bisherige Tarifrahmen von Fertagus maßgeblich.

Die Maßnahme ist Teil eines breiteren Pakets zur Stützung der verfügbaren Einkommen und zur Dämpfung der Mobilitätskosten. Seit Einführung des Passe Ferroviário Verde meldete die Regierung mehr als eine Million verkaufte Pässe; dies wird als Hinweis auf eine hohe Nachfrage gewertet. Für die Netze in Lissabon und Porto erwartet die Regierung eine Verlagerung von Fahrgästen in den Vorortverkehr und verweist auf laufende Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur bei CP, um Kapazitätsengpässe zu vermeiden. Diese Einschätzung ist der Mitteilung der Exekutive zugeschrieben; belastbare Betriebsdaten liegen naturgemäß erst nach Inkrafttreten vor.

Die Ausweitung betrifft zwei Ballungsräume mit landesweiter Bedeutung. Sie verbindet soziale Entlastung mit verkehrspolitischer Lenkung und setzt einen weiteren Schritt der Tarifvereinfachung im Bahnverkehr Portugals um.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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