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Ordem dos Psicólogos warnt vor sechs Monaten Wartezeit im öffentlichen Gesundheitssystem

Die Berufsvertretung meldet am 4. September 2026 teils ein halbes Jahr bis zum Ersttermin im Serviço Nacional de Saúde und fordert mehr Personal sowie transparente Daten.

Die Ordem dos Psicólogos Portugueses hat am 4. September 2026 vor erheblichen Verzögerungen beim Zugang zu psychologischer Versorgung im Serviço Nacional de Saúde gewarnt. Nach Angaben der Standesvertretung müssen Patientinnen und Patienten in mehreren Regionen bis zu sechs Monate auf eine erste psychologische Konsultation warten. Die Organisation sieht darin ein Versorgungsrisiko, weil sich unbehandelte Beschwerden in dieser Zeit verschlimmern könnten und spätere Interventionen an Wirksamkeit verlieren.

Als Hauptursache nennt die Ordem anhaltende Personalengpässe im öffentlichen System. Geplante Neueinstellungen reichten demnach nicht aus, um Abgänge zu kompensieren und die bestehende Versorgungslücke zu schließen. Die Berufsvertretung fordert verbindliche Zusagen zur Stellenaufstockung im Serviço Nacional de Saúde, klare Zeitpläne für die Besetzung ausgeschriebener Posten sowie die regelmäßige Veröffentlichung detaillierter, regional aufgeschlüsselter Daten zu Wartezeiten.

Die langen Wartezeiten hätten laut Ordem spürbare Folgen für Behandlungsverläufe: Überweisungen zu psychotherapeutischen Maßnahmen verzögerten sich, Intervalle zwischen Folgegesprächen würden gestreckt, und in einzelnen Fällen würden früher medikamentöse Optionen erwogen, obwohl eine rechtzeitige psychologische Intervention vorrangig wäre. Diese Einschätzungen gibt die Organisation als fachliche Bewertung ab; sie verlangt zugleich belastbare Monitoringdaten, um Maßnahmen und Effekte nachvollziehbar zu machen.

Die aktuelle Warnung folgt auf ein Treffen zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Ordem und dem Gesundheitsministerium Ende August 2026. Dabei seien Karrierepfade, Integrationsfristen in den öffentlichen Dienst und der kurzfristige Bedarf an zusätzlichen Stellen erörtert worden. Die Ordem dringt nun auf Transparenz, welche konkreten Schritte das Ministerium mit welchem Zeitplan vorsieht, um den Zugang zur psychologischen Versorgung nachhaltig zu verbessern.

RTP Notícias und der Diário de Notícias berichteten am 4. September übereinstimmend über Wartezeiten von bis zu sechs Monaten und zitierten die Forderungen der Berufsvertretung. Offizielle, flächendeckend erhobene Regierungsdaten zu den aktuellen Wartezeiten liegen der Öffentlichkeit nicht in voller Breite vor; die Aussagen der Ordem sind daher als zugeschriebene Einschätzungen und Forderungen einzuordnen. Das Gesundheitsministerium hat den Appell der Standesvertretung zur Veröffentlichung detaillierter Zahlen und zu zusätzlichen Einstellungen zur Kenntnis genommen; weitergehende Stellungnahmen wurden zunächst nicht bekannt.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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