Am 30. Oktober 2026 hat das Instituto de Investigação e Inovação em Saúde (i3S) der Universidade do Porto die erste Ausgabe der Bolsa Luís Andrade Barreira vergeben. Ausgezeichnet wurde die i3S-Forscherin Marina Silva für ein Projekt zum Glioblastom, einem besonders aggressiven Hirntumor im Erwachsenenalter. Die Förderung ist mit 15.000 Euro für zwölf Monate dotiert und richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Krebsforschung.
Die neue Förderlinie geht auf den letzten Wunsch von Luís Andrade Barreira zurück, der 2026 im Alter von 35 Jahren an Krebs starb. Seine Angehörigen richteten die Bolsa Luís Andrade Barreira in Partnerschaft mit dem i3S ein. Nach Angaben der Familie und des Instituts ist die Finanzierung der nächsten drei Ausgaben gesichert; zusätzliche Vergaben sind vorgesehen, sofern weitere Spenden eingeworben werden.
Organisatorisch ist die Förderung beim i3S in Porto angesiedelt. Auswahlinstanzen und Kriterien wurden offengelegt: Eine Jury aus unabhängigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Vertreterinnen und Vertretern des i3S bewertet die Projekte. Die Initiatoren betonen, dass sämtliche eingeworbenen Mittel direkt in die Forschung fließen sollen. Zudem sind Transparenz- und Berichtsmechanismen vorgesehen, mit denen Fortschritte und Mittelverwendung dokumentiert werden.
Der Start der Bolsa Luís Andrade Barreira wurde am 31. Oktober 2026 von RTP Notícias gemeldet und von der Universidade do Porto sowie dem i3S bestätigt. Bestätigt sind die Partnerschaft mit dem i3S, die Dotierung von 15.000 Euro für die erste Ausgabe und die Auszeichnung für Marina Silva. Zielsetzungen wie die längerfristige Wirkung der Förderung oder eine breitere Rolle privater Philanthropie in der portugiesischen Wissenschaft bleiben vorerst Absichtserklärungen und sind nicht als bereits eingetretene Entwicklungen zu verstehen.
Die Initiative setzt in einem von Diskussionen über Forschungsfinanzierung geprägten Umfeld einen Akzent auf bürgerschaftliches Engagement. In Portugal werben Forschungseinrichtungen wie das i3S seit Längerem um ergänzende private Mittel, um ambitionierte Projekte jenseits der regulären Budgets zu ermöglichen. Mit der auf ein klares Themenfeld fokussierten, transparent organisierten und regelmäßig ausgeschriebenen Förderung entsteht nun ein zusätzlicher Kanal, der gezielt frühe Karrierestufen in der Onkologie adressiert und damit – abhängig von der Verstetigung der Mittel – Lücken in der Projektfinanzierung schließen könnte.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).