Portugals Ministerpräsident Luís Montenegro hat Cabo Verde nach dem schweren Busunglück auf der Insel Fogo sein Beileid ausgesprochen und die Solidarität Portugals zugesichert. Die Erklärung erfolgte am 6. September in Lissabon, einen Tag nachdem der Unfall auf Fogo zahlreiche Opfer gefordert hatte. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Lusa wurden 22 Tote bestätigt; mehrere Dutzend Verletzte wurden in Krankenhäusern behandelt, einige davon in kritischem Zustand.
Montenegro würdigte in seiner Mitteilung die Arbeit der lokalen Einsatzkräfte und betonte die historischen und engen Beziehungen zwischen Portugal und Cabo Verde. Zugleich versicherte er, Portugal stehe bereit, auf Ersuchen der kapverdischen Behörden Hilfe zu leisten. Details zu möglicher Unterstützung wurden zunächst nicht genannt. Auch aus anderen portugiesischen Institutionen kamen Beileidsbekundungen.
Der Unfall ereignete sich nach Behördenangaben am Samstag, dem 5. September, auf der Insel Fogo. Die genauen Umstände waren zunächst unklar. Hinweise auf die Beteiligung weiterer Fahrzeuge lagen bis zum Redaktionsschluss nicht vor. Inforpress, die amtliche Nachrichtenagentur Cabo Verdes, berichtete von einem größeren Rettungseinsatz auf der Insel.
Cabo Verde verfügt über enge Verbindungen zu Portugal, wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Viele Kapverdierinnen und Kapverdier leben in Portugal; umgekehrt unterhalten portugiesische Unternehmen und Einrichtungen vielfältige Kooperationen in dem Inselstaat. Entsprechend schnell fielen Reaktionen in Lissabon und Praia aus. In Fällen größerer Unglücke koordiniert Portugal Hilfsangebote in der Regel über das Außenministerium; ob und in welcher Form dies im vorliegenden Fall geschieht, war zunächst offen.
Die Opferzahl kann sich erfahrungsgemäß in den Stunden und Tagen nach einem derart schweren Unfall ändern, wenn Behörden ihre Lageeinschätzungen aktualisieren. Lusa und Inforpress verwiesen auf laufende Ermittlungen zu Ursache, Ablauf und möglicher technischer Verantwortung. Offizielle Angaben aus Praia zur Zahl der Todesopfer und Verletzten wurden zuletzt am Sonntag bestätigt.
Cabo Verde ist Mitglied der Gemeinschaft der Portugiesischsprachigen Länder, was bei Krisen oftmals die Abstimmung zwischen Regierungen und Einsatzdiensten erleichtert. Portugals Regierung hob diesen Rahmen als Ausdruck praktischer Solidarität hervor. In Praia wurden unterdessen Trauerbekundungen und Unterstützung für die betroffenen Familien organisiert. Weitere Behördeninformationen werden im Laufe der Ermittlungen erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).