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Moedas warnt vor zu vielen App-Fahrdiensten und Tuk-Tuks in Lissabon

Lissabons Bürgermeister Carlos Moedas fordert beim Tourismustreffen landesweite Regeln für App-Fahrdienste und Tuk-Tuks und bittet den Wirtschaftsminister um Unterstützung.

Lissabons Bürgermeister Carlos Moedas hat am 28. September 2026 bei der 8. Cimeira do Turismo Português vor einem Überangebot an App-Fahrdiensten und Tuk-Tuks in der Hauptstadt gewarnt und das Ministério da Economia um Unterstützung für eine landesweite Regulierung gebeten. Der Appell zielt auf einheitliche Vorgaben für Zulassungen, Registrierungen und Auflagen, die über kommunale Maßnahmen hinausgehen.

Moedas begründete seine Forderung mit wachsenden Belastungen in touristisch stark frequentierten Vierteln. Nach Darstellung der Câmara Municipal de Lisboa stoßen kommunale Eingriffe, etwa bei Haltezonen, Zufahrten und Zeitenregelungen, ohne nationale Rahmensetzung an Grenzen. Die Stadt verweist darauf, bereits zusätzliche Haltepunkte ausgewiesen, Zufahrten an sensiblen Orten zeitlich geordnet und die Durchsetzung stärker koordiniert zu haben. Zudem sollen emissionsarme Antriebe gefördert werden. Die Stadt betont, dass es ihr um Ordnung, Verkehrssicherheit und die Entlastung von Wohnquartieren gehe, nicht um einen generellen Ausschluss einzelner Anbieter.

Der Branchenkonflikt ist nicht neu: Taxi- und Tuk-Tuk-Verbände sprechen seit Monaten von einem Überangebot und dringen auf verbindliche Obergrenzen und strengere Kontrollen. Betreiber von Plattformen und Fahrdiensten wiederum warnen vor Ungleichbehandlungen gegenüber traditionellen Verkehrsträgern und fordern klare, praktikable Regeln. In Portugal firmieren die App-Vermittlungen als TVDE; der bisherige Rechtsrahmen sieht landesweite Zulassungen vor, überlässt die konkrete Raumordnung jedoch weitgehend den Kommunen – ein Spannungsfeld, das Moedas nun auf Bundesebene geklärt sehen will.

Konkrete neue nationale Maßnahmen wurden bei der Cimeira do Turismo Português nicht angekündigt. Nach Angaben aus dem Umfeld der Veranstaltung sollen Stadt, Verbände und Plattformen ihre Gespräche mit dem Ministério da Economia fortsetzen, um Kriterien für Kontingente, Betriebszonen und Durchsetzung zu prüfen. In der Debatte geht es auch um überregionale Aspekte wie Verkehrssicherheit, Luftqualität, Lärm, Arbeitsbedingungen von Fahrern und die Steuerung des öffentlichen Raums in einer Tourismusmetropole.

Der Vorstoß des Bürgermeisters reiht sich in Bemühungen mehrerer Großstädte ein, stark wachsende touristische Mobilitätsangebote zu ordnen. Ob Lissabon kurzfristig Entlastung erreicht, hängt nun von der Abstimmung zwischen Kommune, Wirtschaft und Staat ab – und davon, ob einheitliche Regeln die Kontrolle vor Ort tatsächlich erleichtern, ohne das Angebot unverhältnismäßig zu beschneiden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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