Aktuell

Migrationszentrum in Lissabon weitet Angebote auf Vororte aus

Das Centro Padre Alves Correia erweitert mit Mitteln aus dem Fonds für Asyl, Migration und Integration seine Projekte von der Freguesia da Estrela auf Gemeinden der Metropolregion Lissabon.

Das Centro Padre Alves Correia (CEPAC) in Lissabon weitet seine Unterstützungsangebote für Migrantinnen und Migranten auf mehrere Gemeinden der Área Metropolitana de Lisboa aus. Nach Angaben der Einrichtung und übereinstimmenden Berichten vom 2. Oktober 2026 sollen Beratungen und Integrationshilfen künftig auch in Barreiro, Sintra, Loures und Amadora verfügbar sein. Finanziert wird die Ausweitung durch Projektmittel aus dem Fonds für Asyl, Migration und Integration (FAMI).

CEPAC ist seit 1992 in der Freguesia da Estrela tätig. Der Träger betreibt am Standort in der Rua de Santo Amaro niedrigschwellige Beratung, Sprachkurse, Unterstützung bei der Arbeitssuche sowie Angebote zur materiellen Grundversorgung. Die nun gemeldete Ausdehnung über den engeren Innenstadtbereich hinaus soll die Erreichbarkeit für Menschen verbessern, die in den stark wachsenden Gemeinden der Metropolregion leben und oft weite Wege zu städtischen Anlaufstellen haben.

Die Einrichtung betont, dass die Projektfinanzierung an Vorgaben zur Koordination mit kommunalen Sozial- und Gesundheitsdiensten gebunden ist. Dazu zählen feste Sprechstunden vor Ort, die Vermittlung in Regelsysteme sowie die Begleitung bei Aufenthalts- und Arbeitsfragen. Welche Mittelvolumina und Laufzeiten die Projekte exakt haben, geht aus den vorliegenden Angaben nicht im Detail hervor; die Umsetzung erfolgt schrittweise und in Kooperation mit lokalen Partnern.

Die Nachfrage nach Beratung steigt in der Region seit Jahren, unter anderem wegen Zuzug aus Drittstaaten und innerer Migration. Für Personen mit unsicherem Aufenthaltsstatus, fehlender Unterkunft oder begrenzten Sprachkenntnissen dienen Zentren wie CEPAC als erste Kontaktstelle zu Regelangeboten. Fachleute verweisen darauf, dass die Wirksamkeit solcher Maßnahmen stark von Dauer und Kontinuität der Förderung sowie von der Verzahnung mit kommunalen Strukturen abhängt. Dazu liegen für die jetzt anlaufenden Projekte noch keine belastbaren Wirkungsdaten vor.

Fest steht: CEPAC arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten in Lissabon, ist in Estrela verankert und erhält für die aktuelle Ausweitung FAMI-Mittel. Die Erweiterung auf Barreiro, Sintra, Loures und Amadora markiert eine regionale Ausdehnung jenseits des historischen Zentrums. Aussagen zu weiteren Schritten stützen sich auf Angaben der Einrichtung; unabhängige Evaluierungen stehen aus.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk