Das U‑Bahn‑Netz des Metropolitano de Lisboa ist am Mittwoch, 14. Oktober 2026, den ganzen Tag über geschlossen. Das Unternehmen hatte am Vorabend mitgeteilt, dass wegen eines 24‑stündigen Arbeitskampfs keine Züge fahren und alle Stationen geschlossen bleiben. Laut dieser Bekanntmachung sollen die Tore am Donnerstag, 15. Oktober, ab 6:30 Uhr wieder öffnen.
Betroffen sind alle Linien. Für den Fahrbetrieb wurden keine Mindestdienste festgelegt, sodass der Verkehr vollständig ausgesetzt ist. Als Begründung für den Ausstand nannten beteiligte Gewerkschaften Personalmangel in kritischen Bereichen, Verzögerungen bei Rekrutierung und Ausbildung sowie hohe Überstunden und unzureichende Besetzungen in sicherheitsrelevanten Diensten. Die Unternehmensführung bezeichnete die Maßnahme als unverhältnismäßig und rief zur Beendigung der Arbeitsniederlegung auf.
Die Schließung belastet die übrigen Verkehrsträger in der Hauptstadt deutlich. Bus- und Straßenbahnlinien der Carris sowie die Vorortzüge der CP verzeichnen am Morgen erhöhte Fahrgastzahlen. Besonders stark frequentiert sind Umsteigeknoten mit Zugang zu den S‑Bahn‑ und Regionalstrecken, darunter Cais do Sodré und Marquês de Pombal. Pendlerinnen und Pendler mussten ihre Routen anpassen und mit verlängerten Reisezeiten rechnen.
Der aktuelle Stillstand reiht sich in eine Serie von Ausständen ein, die den Betrieb der Metro Lissabon in diesem Jahr bereits wiederholt eingeschränkt haben. Gewerkschaften verweisen darauf, dass zusätzliche Einstellungen und verbesserte Dienstpläne nötig seien, um die verlässliche Aufrechterhaltung des Fahrplans zu sichern. Das Management verweist seinerseits auf laufende Rekrutierungen und interne Anpassungen, ohne jedoch im Vorfeld des Streiktags auf konkrete Zusagen einzugehen.
Die Angaben zu Umfang und Zeitfenster der Unterbrechung beruhen auf der offiziellen Mitteilung des Metropolitano de Lisboa vom 13. Oktober 2026. Nationale Medien wie RTP, Observador und Diário de Notícias bestätigten die vollständige Netzschließung und den Verzicht auf Mindestdienste. Über mögliche Nachverhandlungen nach Ende des Ausstands wurde zunächst nichts bekannt. Für Donnerstag früh kündigte das Unternehmen die Wiederaufnahme des regulären Betriebs an, vorbehaltlich der planmäßigen Beendigung der Arbeitsniederlegung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).