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Mehr als zehn chinesische Universitäten setzen Portugiesisch‑Studien aus, meldet Instituto Português do Oriente

Das Instituto Português do Oriente teilte der Nachrichtenagentur Lusa am 16. September 2026 mit, dass auf dem chinesischen Festland in den vergangenen drei Jahren mehr als zehn Hochschulen ihre Portugiesisch‑Angebote ausgesetzt haben.

Kurzmeldung

Mehr als zehn Universitäten auf dem chinesischen Festland haben innerhalb der letzten drei Jahre ihre Studienangebote in Portugiesisch ausgesetzt. Das teilte das Instituto Português do Oriente (mit Sitz in Macau) der portugiesischen Agentur Lusa am 16. September 2026 mit; die Meldung wurde unter anderem von RTP verbreitet. Nach Angaben des Instituts lag der Höchststand früher bei rund 60 Hochschulen mit curricularen Angeboten in Portugiesisch, ehe es zu einem Rückgang kam.

Das Instituto Português do Oriente veröffentlichte keine vollständige Liste der betroffenen Einrichtungen und nannte keine konkreten Abschlusstermine der Aussetzungen. Es bleibt unklar, ob überwiegend ganze Studiengänge gestrichen wurden oder eher einzelne Jahrgänge und Vertiefungsangebote betroffen sind. Eine unabhängige, hochschulbezogene Bestandsaufnahme liegt bislang nicht vor. Fachleute und akademische Beobachter führen die Reduzierung teils auf veränderte Nachfrage‑ und Arbeitsmarktbedingungen, auf Haushaltsentscheidungen der Hochschulen sowie auf zyklische Schwankungen im Fremdsprachenunterricht zurück.

Für Portugal und die portugiesischsprachigen Staaten der Comunidade dos Países de Língua Portuguesa (CPLP) hat die Entwicklung Bedeutung: Die Verfügbarkeit von in China ausgebildeten Portugiesischsprecherinnen und -sprechern beeinflusst künftig Kooperationen in Handel, Recht, Bildung und Übersetzungsdiensten. In Macau, wo das Instituto Português do Oriente ansässig ist, bleibt Portugiesisch weiterhin institutionalisiert: Die Universidade de Macau und lokale Prüfstellen führen nach wie vor Ausbildung, Prüfungen und Fortbildungen durch.

Kurzfristig könnte das geringere Angebot an Festlanduniversitäten die Zahl chinesischer Absolventinnen und Absolventen mit solidem Portugiesisch verringern. Mittel‑ bis langfristig hängt die Wirkung davon ab, ob die Aussetzungen dauerhaft sind oder nach Anpassungen bei Nachfrage, Curricula und Finanzierung aufgehoben werden. Das Instituto Português do Oriente kündigte an, die Lage weiter zu beobachten und mit Partnern in der Region in Kontakt zu bleiben. Ergänzende staatliche Statistiken zu Studienplätzen und Abschlusszahlen auf dem Festland waren am Berichtstag nicht verfügbar.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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