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Medina lobt Web Summit als Erfolg und mahnt mehr Tempo bei der Digitalisierung

Fernando Medina sieht die Web Summit in Lissabon als Erfolg, warnt aber vor Nachlässigkeit in der Digitalpolitik.

Fernando Medina hat die Austragung der Web Summit in Lissabon als Erfolg gewürdigt und zugleich mehr Entschlossenheit in der Digitalpolitik gefordert. In einem am 6. November 2026 veröffentlichten Interview mit Renascença sagte der frühere Finanzminister und Ex-Bürgermeister von Lissabon, die Veranstaltung habe Portugal als Standort für technologieorientierte Unternehmen sichtbar gemacht und qualifizierte Arbeitsplätze angezogen. Portugal dürfe „die Anstrengung im Digitalen nicht senken“, so Medina, und brauche eine langfristige, präzise Strategie für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz.

Medina stellte seine Bewertung in den Kontext der vergangenen Jahre: Nach der Finanz- und Staatsschuldenkrise habe sich eine dynamische Tech- und Start-up-Szene entwickelt. „Hunderte von hochqualifizierten Dienstleistungsunternehmen“ hätten sich angesiedelt, sagte er. Diese Entwicklung sei jedoch nicht selbstverständlich; strukturelle Standortvorteile wie Talentförderung, Regulierungssicherheit und internationale Vernetzung müssten dauerhaft gepflegt werden.

Mit Blick auf die Infrastruktur verwies Medina auf die Feira Internacional de Lisboa. Pläne für eine Ausweitung der Messekapazitäten seien durch die Pandemie und veränderte Wachstumserwartungen relativiert worden. Die aktuelle Ausrichtung der Web Summit in den Hallen der Feira bestätige jedoch, dass Lissabon große internationale Formate bewältigen könne.

Zur angespannten Lage am Wohnungsmarkt grenzte Medina direkte Kausalzuschreibungen ab. Es sei verkürzt, steigende Mieten und Preise allein der Web Summit anzulasten. Die Preisbewegungen seien ein verbreitetes Phänomen in Metropolen mit starkem Zuzug. Er plädierte für eine „ernsthafte“ politische Debatte und konsistente Instrumente, um Angebot, sozialen Ausgleich und Investitionsbedingungen in Einklang zu bringen.

Das Interview erschien während der laufenden Web Summit 2026 in Lissabon und knüpft an die Diskussion über die Bedeutung der digitalen Wirtschaft für Portugal an. Die Aussagen sind als Bewertung und Forderung Medinas einzuordnen; sie enthalten keine konkreten Regierungsentscheidungen. Die Web Summit gilt seit Jahren als Schaufenster für Technologie- und Start-up-Themen und bündelt internationale Investoren, Gründerinnen und Entwickler. Unabhängig vom Event betont Medina die Notwendigkeit, die Digitalpolitik über Messeereignisse hinaus zu verstetigen: Prioritäten, Finanzierung, Fachkräfte und klare Zuständigkeiten sollen demnach über Zyklusgrenzen hinweg gesichert werden.

Die Veröffentlichung der Aussagen durch Renascença am 6. November 2026 ist dokumentiert. Begleitende Programminformationen der Veranstalter bestätigen den aktuellen Bezug der Web Summit in Lissabon und den wirtschaftspolitischen Schwerpunkt auf Digitalisierung.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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