Die Associação Amigos da Diáspora e os Emigrantes Madeirenses (AADEM) will in den kommenden Wochen 240 Tonnen in Portugal gesammelter Hilfsgüter an Luso-Venezolanerinnen und -Venezolaner sowie an lokale Einrichtungen in Venezuela verteilen. Das bestätigte der AADEM‑Vorsitzende Moisés Rodrigues am 7. September in Caracas. Demnach umfasst der Transport zehn Container, sieben davon aus Lissabon und drei aus dem Hafen von Leixões; vier Container sind bereits im Land, zwei befinden sich in der Zollabfertigung, zwei weitere sollen innerhalb einer Woche freigegeben werden.
Nach AADEM‑Angaben enthalten die Sendungen Lebensmittel, Medikamente und Schutzausrüstung, Verbrauchsartikel für Babys und Erwachsene sowie Hygieneartikel. Die erste Tranche ist für zehn Einrichtungen in Caracas und anderen Regionen vorgesehen, darunter Wohlfahrts- und Pflegeheime sowie karitative Organisationen. Eine zweite Verteilrunde soll über die Caritas in Valencia und Caracas erfolgen. Rodrigues koordiniert vor Ort die Abfertigung und prüft die logistische Aufnahmefähigkeit der Partnerorganisationen.
Die Initiative der Zivilgesellschaft ergänzt die offiziellen Hilfsmaßnahmen Portugals nach dem Doppelbeben in Venezuela im August 2026. Die Regierung in Lissabon organisierte im Juli unter anderem Transporte der Força Aérea Portuguesa, Medikamentenspenden von rund acht Tonnen sowie Lieferungen über das EU‑Katastrophenschutzverfahren. Diese Einsätze sind in Mitteilungen der portugiesischen Behörden dokumentiert. Sie richteten sich an von den Erdbeben betroffene Regionen, in denen auch Angehörige der portugiesischen Gemeinschaft leben.
Tatsächlich ist der Zeitplan der nun anstehenden AADEM‑Verteilungen abhängig von Freigaben der venezolanischen Zollbehörden und der Feinabstimmung mit lokalen Partnern. Die Organisation nannte zunächst keine detaillierte Terminfolge je Einrichtung. Auch belastbare Schätzungen über die Wirkung der Hilfsgüter auf die Lage in den besonders betroffenen Gebieten liegen nicht vor; entsprechende Bewertungen vor Ort sollen nach Beginn der Auslieferungen erfolgen.
Nachrichten über den Umfang, die Inhalte und die Empfänger dieser Lieferung gehen auf aktuelle Stellungnahmen der AADEM zurück. Der staatliche Hilfsanteil beruht auf offiziellen Mitteilungen der portugiesischen Regierung und des Verteidigungsstabs. Damit ergibt sich ein Bild komplementärer Hilfe: Während staatliche Stellen logistische Brücken und erste Materiallieferungen sicherstellten, übernimmt die AADEM mit ihren Partnern die zielgenaue Verteilung von privat gespendeten Gütern an Einrichtungen der portugiesischen Gemeinde und andere bedürftige Empfänger in Venezuela.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).