Kultur

Lissabon: Essays zu Alda Espírito Santo werden am Freitag vorgestellt

In Lissabon wird am Freitag die von Inocência Mata kuratierte Sammlung Poéticas do Solo Sagrado zur Dichterin Alda Espírito Santo präsentiert.

In Lissabon wird am Freitag, 16. Oktober 2026, die Essaysammlung Poéticas do Solo Sagrado zur Dichterin Alda Espírito Santo der Öffentlichkeit vorgestellt. Herausgeberin ist die Literaturwissenschaftlerin Inocência Mata. Der Termin wurde von Veranstaltern angekündigt und von portugiesischen Medien aufgegriffen. Das Buch ist seit Juli 2026 im Programm der Rosa de Porcelana und im Buchhandel erhältlich.

Laut den Ankündigungen versammelt die Publikation wissenschaftliche Beiträge, die die Poesie der Autorin aus São Tomé und Príncipe in ihren politischen, erinnerungskulturellen und affektiven Dimensionen lesen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie antikoloniale Selbstbehauptung, Genderfragen und die Rolle der Lyrik als Medium kollektiver Erinnerung. Die Beiträge ordnen das Werk in die afrikanischen Literaturen portugiesischer Sprache ein und beleuchten seine Rezeption im lusophonen Raum. Damit soll ein Korpus sichtbar gemacht werden, dessen Einflüsse zwischen Archipel, afrikanischem Festland und Diaspora zirkulieren und in Portugal wie in São Tomé und Príncipe verbindende Referenzen geschaffen haben.

Inocência Mata, Professorin an der Universität Lissabon und ausgewiesene Forscherin zu Literaturen in portugiesischer Sprache, zeichnet als Kuratorin und Herausgeberin verantwortlich. Sie hat sich in früheren Arbeiten mit der Positionierung santoméanischer Stimmen zwischen Archipel, afrikanischem Kontinent und portugiesischsprachiger Diaspora befasst. Die Auswahl und Rahmung der Essays zielt darauf, die poetische und politische Reichweite von Alda Espírito Santo neu zu gewichten und die Anschlussfähigkeit ihres Werks für aktuelle Debatten in Literatur- und Kulturwissenschaften präzise herauszuarbeiten.

Die Vorstellung in Lissabon ist auch vor dem Hintergrund jüngerer Initiativen zu lesen, die das Erbe der 1926 geborenen und 2010 verstorbenen Autorin sichtbarer machen. Das Datum fällt in ihr hundertstes Geburtsjahr, in dem Aktivitäten der Fundação Alda Espírito Santo in São Tomé und Príncipe sowie akademische Veranstaltungen im portugiesischsprachigen Raum auf eine breitere Erinnerungskultur zielen. Eine editorisch verantwortete, quellenbasierte Neubewertung im Rahmen von Poéticas do Solo Sagrado bündelt diese Impulse und präzisiert den Stellenwert einer Lyrik, die Sprache, Erinnerung und politische Imagination engführt.

Die Redaktion konnte Datum, Ortshinweis und Publikationsstatus über Verlags- und Veranstaltungsangaben sowie Berichte von RTP Notícias plausibilisieren. Die Ankündigung richtet sich an ein überregionales Publikum, da Lissabon als Knotenpunkt der portugiesischsprachigen Buch- und Wissenschaftsszene fungiert, an dem Universitäten, Verlage und Kulturakteure regelmäßig Arbeiten aus den afrikanischen Literaturen portugiesischer Sprache vorstellen. Änderungen organisatorischer Details bleiben Veranstaltern vorbehalten.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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