Ein Ermittlungsrichter in Lissabon hat am 17. September 2026 drei Männer in Untersuchungshaft genommen, die im Zusammenhang mit einem Schuss abgegebenen Projektil stehen, das am 10. August in der Baixa de Lisboa eine schwedische Touristin verletzte. Zwei der Beschuldigten wiesen die Vorwürfe bei der ersten richterlichen Vernehmung am Campus de Justiça zurück, der dritte machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Ermittlungsbehörden begründeten die Untersuchungshaft mit der Schwere der Tatvorwürfe und dem Risiko von Verdunkelung und Wiederholungsgefahr.
Nach bisherigem Stand der Ermittlungen fiel der Schuss in der Rua Augusta im Zuge eines Streits zwischen zwei Gruppen. Die Touristin wurde von einer Kugel getroffen und medizinisch versorgt. Ob sie gezielt angegriffen wurde oder ob es sich um einen Querschläger handelte, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchung. Die Polícia Judiciária führt die Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft fort.
Die drei Verdächtigen hatten sich Mitte der Woche den Behörden gestellt. Zuvor waren nach Angaben der Polizei Durchsuchungen in den Regionen Lissabon und Aveiro erfolgt. Die mutmaßliche Beteiligung der Männer stützt sich unter anderem auf Zeugenaussagen und forensische Auswertungen; konkrete Beweiselemente wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht öffentlich gemacht. Offene Fragen betreffen insbesondere die genaue Rollenverteilung der Beteiligten und die Herkunft der verwendeten Schusswaffe.
Der Vorfall in der Baixa de Lisboa hatte bereits im August eine Debatte über Sicherheit in stark frequentierten Zonen Lissabons ausgelöst. Das Innenressort und die Stadtverwaltung hatten daraufhin verstärkte Polizeipräsenz und Kontrollen in touristischen Bereichen angekündigt. Inwieweit diese Maßnahmen die Lage vor Ort dauerhaft verändern, bleibt zu beobachten; belastbare Bewertungen liegen noch nicht vor.
Für die drei Männer gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Die Untersuchungshaft ist eine vorläufige Maßnahme und wird regelmäßig gerichtlich überprüft. Weitere Informationen zum Gesundheitszustand der verletzten Touristin wurden nicht bekanntgegeben. Die Behörden betonen, dass die Ermittlungen andauern und weitere Schritte – einschließlich möglicher Anklagen – von den Ergebnissen der laufenden Beweisaufnahme abhängen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).