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Lídia Pereira nennt Finanzkrise, Pandemie und Ukrainekrieg als prägende Europäische Union-Krisen

Zum 40. EU-Jahrestag Portugals hebt die PSD-Europaabgeordnete bei RTP Finanzkrise, COVID‑19 und Russlands Invasion der Ukraine als Schlüsselmomente hervor und plädiert für mehr europäische Handlungsfähigkeit.

Die portugiesische Europaabgeordnete Lídia Pereira (Partido Social Democrata) hat zum 40. Jahrestag der Mitgliedschaft Portugals in der Europäischen Union drei Krisen als prägend für das Land und die EU benannt: das Rettungsprogramm in Portugal 2011, die COVID-19-Pandemie sowie Russlands Invasion der Ukraine 2022. In einer am 30. Oktober 2026 ausgestrahlten RTP-Sendung sagte Pereira, die Erfahrungen dieser Jahrzehnte sprächen für „mehr Europa“, also stärkere gemeinsame Handlungsfähigkeit und verlässliche Regeln.

Pereira ordnete die Finanzhilfen 2011 als Zäsur ein, die tiefgreifende Anpassungen in Fiskal- und Bankenpolitik auslöste. Die COVID-19-Pandemie habe beispiellose gesundheitspolitische und wirtschaftliche Gegenmaßnahmen erfordert und die Bedeutung koordinierter Antworten innerhalb der Europäischen Union unterstrichen. Die russische Aggression gegen die Ukraine verändere seit 2022 die sicherheitspolitische Lage in Europa und verlange nach engerer Abstimmung in Energie- und Verteidigungsfragen. Diese Einordnung ist als politische Bewertung gekennzeichnet; neue Beschlüsse folgten daraus nicht.

Mit Blick auf aktuelle Prioritäten verband Pereira ihre Rückschau mit Forderungen nach konsequenterer Umsetzung bereits beschlossener Reformen. Genannt wurden eine vertiefte Banken- und Kapitalmarktunion, ein belastbarer Energiebinnenmarkt sowie verlässliche Verfahren in der Migrationspolitik. Aus portugiesischer Sicht zeigten die genannten Krisen sowohl Verwundbarkeiten kleinerer, offener Volkswirtschaften als auch Chancen, wenn gemeinschaftliche Instrumente klug genutzt würden.

Der Aufhänger ist der runde Jahrestag: Portugal trat am 1. Januar 1986 der damaligen Europäischen Gemeinschaft bei. In Portugal wird das 40-jährige Jubiläum als Anlass für Bilanz und Ausblick diskutiert. Pereiras Auswahl spiegelt verbreitete Fixpunkte der öffentlichen Debatte wider: das nationale Spar- und Reformprogramm nach der Intervention der sogenannten Troika, die gemeinsame Impf- und Aufbaupolitik während der COVID-19-Pandemie sowie die sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine.

Pereiras Anmerkungen erfolgten im Rahmen einer RTP-Reportage und stehen in Einklang mit früheren öffentlichen Stellungnahmen der Abgeordneten. Sie zielen auf eine intensivere Koordinierung zwischen Mitgliedstaaten und Institutionen des Europaparlaments und der Kommission. Welche Prioritäten Portugal in den kommenden Monaten in Brüssel setzt, hängt von Verhandlungen im Europaparlament und im Rat ab; die von Pereira skizzierten Schwerpunktfelder dürften diese Gespräche inhaltlich mitprägen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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