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Lastwagenprotest bremst Verkehr zwischen Paredes und Coimbra

Auf der A42, A41 und A1 ist eine langsame Kolonne von mehr als 400 Lastwagen unterwegs. Der Sektor verlangt Entlastungen wegen hoher Dieselpreise.

Eine von Unternehmern des Erdbewegungssektors organisierte langsame Protestfahrt hat am Morgen in Nordportugal den Verkehr spürbar verlangsamt. Nach Angaben der Organisatoren setzte sich der Konvoi aus mehr als 400 Lastwagen gegen 7.30 Uhr am Autobahnknoten Lordelo bei Paredes in Bewegung. Die Route führt über die A42 und A41 auf die A1 in Richtung Coimbra.

Anlass des Protests sind anhaltend hohe Kraftstoffkosten. Vertreter der beteiligten Firmen verlangen „konkrete Antworten“ der Regierung, darunter die Einführung eines differenzierten „gasóleo profissional“ für Erdbewegungs- und Bausektoren sowie befristete steuerliche Entlastungen. Sie argumentieren, die Dieselpreise belasteten Margen und Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Betriebe unmittelbar. Für Teile des Transportgewerbes existieren bereits Erstattungsmodelle; Erdbewegungsunternehmen verweisen jedoch auf die Kombination aus hohem Dieselverbrauch durch Maschinen und zusätzliche Lastwagenfahrten.

Die Autobahnbetreiber und Verkehrsdienste meldeten bereits am Vormittag zähfließenden Verkehr auf den betroffenen Abschnitten. Die Polizei rief zu besonderer Vorsicht auf. Bislang wurden keine Festnahmen oder größeren Zwischenfälle bekannt. Der Konvoi soll bis in den Raum Coimbra fahren; genaue Endpunkte und die weitere Taktung des Protests blieben zunächst offen.

Die Aktion fällt in eine Phase erhöhter Kraftstoffpreise, die in Portugal wiederholt zu branchenspezifischen Forderungen geführt haben. Ob die Regierung über bestehende Mechanismen hinaus weitere Vergünstigungen zusagt, ist offen; Hinweise auf kurzfristige Zusagen lagen am Vormittag nicht vor. Zuständig für steuerliche Entlastungen wäre das Finanzressort, spezifische Regelungen zum Profi-Diesel würden im Rahmen der Energie- und Wirtschaftsressorts konzipiert und per Verordnung umgesetzt. Auf den Autobahnen koordinieren Betreiber und Verkehrsdienste die Lageeinschätzung; die Polizei stellt mit Begleit- und Sicherungsmaßnahmen die Verkehrssicherheit in den Kolonnenbereichen sicher.

Mehrere überregionale Medien begleiteten die Aktion laufend. RTP, Diário de Notícias, Observador und Renascença berichteten übereinstimmend über Startzeit, Route und zähfließenden Verkehr; Bilder zeigten dichte Reihen schwerer Fahrzeuge, Hupen und Reaktionen am Straßenrand. Die Lage auf den Autobahnen A42, A41 und A1 blieb bis zum späten Vormittag angespannt, größere Sperrungen wurden nicht bestätigt. Die A1 ist die zentrale Nord-Süd-Achse des Landes; eine Verlangsamung dort wirkt sich regelmäßig weit über den unmittelbaren Korridor zwischen dem Großraum Porto und Coimbra hinaus aus.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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