Am 2. Oktober hat Kardinal José Tolentino de Mendonça, Präfekt des Dikasteriums für Kultur und Bildung des Heiligen Stuhls, in Fátima das nationale Symposium „Simpósio Educação e Escola em Portugal: Traçar mapas educativos para uma Magnífica Humanização“ im Centro Pastoral Paulo VI eröffnet. Die zweitägige Tagung endete am 3. Oktober. Nach Angaben der Organisatoren nahmen mehr als 400 Fachleute aus Schule, Forschung und kirchlicher Bildungsarbeit teil.
In seiner Eröffnungsansprache, die teils als Videobotschaft übermittelt wurde, plädierte der Kardinal für eine Bildung, die die menschliche Person in den Mittelpunkt stellt. Kritisches Denken, seelische Bildung und Empathie müssten angesichts der raschen Verbreitung digitaler Automatisierung gezielt gefördert werden. Technologie solle dem Menschen dienen, nicht umgekehrt. Diese Akzente knüpfen an jüngere Stellungnahmen kirchlicher Einrichtungen zur verantwortlichen Nutzung von Künstlicher Intelligenz an.
Veranstalter des Symposiums waren die Comissão Episcopal da Educação Cristã der Portugiesische Bischofskonferenz in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen wie der Associação Portuguesa de Escolas Católicas, der Faculdade de Teologia und der Universidade Católica Portuguesa. Auf dem Programm standen Vorträge, Podien und Arbeitsgruppen zu Reformen, Bildungspolitik und zur Rolle kirchlicher Träger. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen technologischer Umbrüche auf Schule und Unterricht sowie Leitlinien für die künftige Ausrichtung des Bildungswesens.
Die Organisatoren hoben im Vorfeld den Bedarf hervor, pädagogische, technologische und psychosoziale Fragen gemeinsam zu denken. Angesprochen wurden unter anderem der Umgang mit KI-gestützten Werkzeugen im Unterricht, Fragen der Prüfungskultur, der Schutz persönlicher Daten sowie die seelische Gesundheit von Lernenden und Lehrkräften. Mehrere Beiträge widmeten sich dem Aufbau „bildungspolitischer Landkarten“, die Schulen und Trägern Orientierung bei Lehrplänen, Fortbildung und Medienkompetenz geben sollen.
Die Aussagen des Kardinals und der Veranstalter liegen dokumentiert vor. Ob aus den Debatten konkrete politische Schritte folgen, ist offen. Mögliche Konsequenzen reichen von curricularen Anpassungen bis zu Leitlinien zur digitalen Bildung. Darüber entscheiden staatliche Stellen; maßgeblich wäre das portugiesische Bildungsministerium. Der Kongress zielte darauf, Expertise aus Kirche, Wissenschaft und Praxis zu bündeln und sie in die öffentliche Debatte einzuspeisen. Die große Resonanz in Fátima unterstreicht den Stellenwert der KI-Frage für Portugals Bildungssektor, ohne bereits über die nächsten politischen Schritte zu entscheiden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).