Die Escola de Coimbra des Instituto Superior Miguel Torga eröffnet eine Delegation in Rio de Janeiro. Das gaben die Hochschule und portugiesische Medien am 4. November bekannt. Die neue Einheit in Brasilien soll berufsbegleitende Kurse zu Unternehmensethik, Compliance, Risikomanagement und Interessenkonflikten anbieten und ist Teil der Internationalisierungsstrategie der privaten Hochschule aus Coimbra.
Nach Angaben der Institution wird die Delegation in Räumen der Universidade Corporativa do Administrador angesiedelt und in Partnerschaft mit dem Conselho Regional de Administração do Rio de Janeiro betrieben. Der Präsident des Instituto Superior Miguel Torga, Manuel Castelo Branco, verweist auf kombinierte Formate mit Lehrveranstaltungen in Portugal und Brasilien. Ein erster Kurs ist demnach für Dezember 2026 vorgesehen.
Für die Leitung der neuen Struktur nennt die Ankündigung mehrere Funktionen: Als Präsident emeritus ist Wagner Siqueira benannt, als geschäftsführende Direktorin Daniela Sequeira und als Vorsitzender des beratenden Beirats André Marini. Die Escola de Coimbra bündelt am Instituto bereits Kurz‑ und Weiterbildungsangebote für öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Organisationen; die Ausweitung nach Brasilien zielt auf eine dauerhafte Präsenz auf einem großen portugiesischsprachigen Markt.
Das Vorhaben unterstreicht die wachsenden akademischen und beruflichen Austauschbeziehungen zwischen Portugal und Brasilien. Zugleich bleiben praktische Fragen offen, die für die Umsetzung maßgeblich sind. Dazu zählen Angaben zu Anerkennungs- und Akkreditierungsverfahren in Brasilien, zur Qualitätssicherung in grenzüberschreitenden Programmen sowie zu Teilnehmerzahlen und Finanzvolumen. Die beteiligten Stellen kündigten an, weitere Details zu Standort, Vertragsmodalitäten und Kurskatalog schrittweise zu kommunizieren.
Mit der Delegation in Rio de Janeiro positioniert das Instituto Superior Miguel Torga seine Escola de Coimbra im Bereich angewandter Management- und Governance-Themen. Für portugiesische Anbieter ist Brasilien mit seiner großen Berufsverbandslandschaft ein zentraler Referenzmarkt. Ob das neue Angebot über Pilotkurse hinaus dauerhaft trägt, hängt von der Verlässlichkeit der Partnerschaften und der beruflichen Verwertbarkeit der Zertifikate ab. Aus Sicht der Hochschule schafft die Präsenz in Brasilien jedoch einen sichtbaren Zugang zu neuen Zielgruppen und kann bestehende luso-brasilianische Kooperationen festigen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).