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Instituto Português de Oncologia do Porto meldet Personalabgänge in der Anästhesie – Klinik weist Gefährdungsvorwurf zurück

Der Sindicato dos Médicos do Norte berichtet von sechs Abgängen im Anästhesiedienst des Instituto Português de Oncologia do Porto. Die Klinik bestätigt Engpässe, betont aber organisatorische Maßnahmen und neue Stellenverfahren.

Kurzmeldung

Der Ärzteverband Sindicato dos Médicos do Norte (SMN) teilte am 27. Oktober 2026 per Mitteilung an die Nachrichtenagentur Lusa mit, dass der Anästhesiedienst des Instituto Português de Oncologia do Porto in den vergangenen Monaten sechs Fachärztinnen und Fachärzte verloren habe. Nach Angaben des SMN erhöhe dies die Arbeitsbelastung der verbleibenden Teams und berge Risiken für onkologische Patientinnen und Patienten, insbesondere wegen verkürzter Termine in der präoperativen Sprechstunde.

Das Instituto Português de Oncologia do Porto bestätigte gegenüber Lusa einen personellen Engpass und nannte Ursachen wie Pensionierungen, Abordnungen und das Nichtverbleiben von drei frisch approbierten Fachärztinnen und Fachärzten. Zugleich wies die Leitung den Vorwurf zurück, die Sicherheit der Behandelten sei derzeit gefährdet. Die Klinik erklärte, der Betrieb des Operationsbereichs und der präoperativen Abläufe sei reorganisiert worden; vor jeder Operation erfolge weiterhin eine anästhesiologische Untersuchung.

Kernpunkt der Auseinandersetzung ist die seit dem 14. September 2026 praktizierte Taktung der anästhesiologischen Termine mit Intervallen von 20 Minuten. Das SMN kritisiert diese Verkürzung als nicht mit internationalen Empfehlungen und mit Stellungnahmen der Ordem dos Médicos vereinbar. Das Instituto begründet das Modell mit einer gestuften präoperativen Bewertung: internistische Vorabklärungen sollten komplexe Komorbiditäten bearbeiten, die Anästhesie konzentriere sich auf die finale Risikenprüfung; zudem laufe ein Ausschreibungsverfahren zur Schaffung und Besetzung zusätzlicher Stellen.

Die vorliegenden Angaben stammen primär aus der Berichterstattung von Lusa und den öffentlichen Mitteilungen des SMN sowie aus Aussagen des Verwaltungsrates des Instituts. Detaillierte, unabhängige Zahlen zu Personalbewegungen, zu konkreten Auswirkungen auf Operationszahlen oder zu internen Auditberichten liegen bislang nicht öffentlich vor. Die Debatte fällt in einen breiteren nationalen Kontext von Personalengpässen und Arbeitsbedingungen im Serviço Nacional de Saúde.

Für Patientinnen und Patienten in Porto bleibt damit entscheidend, ob die laufenden Neubesetzungen und organisatorischen Maßnahmen kurzfristig die Versorgungskapazität stabilisieren. Eine unabhängige Evaluation der Sicherheitseffekte ist derzeit nicht veröffentlicht worden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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