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Infarmed warnt vor illegalen Abnehm- und Beauty-Injektionen im Internet

Infarmed meldet verstärkte Online-Angebote nicht zugelassener Präparate in Portugal und warnt vor erheblichen Gesundheitsrisiken.

Die portugiesische Arzneimittelbehörde Infarmed warnt vor einer Zunahme illegaler Angebote für Schlankheitsmittel und ästhetische Injektionen im Internet. Nach Feststellungen der Behörde werden insbesondere injizierbare Präparate aggressiv in Portugal beworben und vertrieben, obwohl viele davon weder in Portugal noch in der Europäischen Union zugelassen sind. Die Behörde sieht darin ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit.

Auffällig sind Verkaufs- und Werbemuster über soziale Netzwerke, Onlineshops und Messenger-Dienste. Angeboten werden Produkte ohne verlässliche Herstellerangaben, ohne Packungsbeilage oder Rückverfolgbarkeit, teils mit irreführenden Fotos und Erfahrungsberichten, die eine rasche Wirkung suggerieren. Käufer erhalten damit Präparate außerhalb kontrollierter Lieferketten – mit unklarem Wirkstoffgehalt, fragwürdiger Qualität und fehlender Sicherheitsüberwachung.

Im Fokus stehen Substanzen aus der Klasse der GLP-1-Analoga, etwa Semaglutid, daneben verschieden beworbene „Forschungspeptide“. Zugelassene GLP-1-Präparate sind verschreibungspflichtig und gehören in die Apotheke; als vermeintliche „Alternativen“ vertriebene Mischungen, Nachahmungen oder als Laborchemikalien deklarierte Produkte entziehen sich jeder behördlichen Kontrolle. Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur hat vor einem europaweiten Anstieg illegaler Erzeugnisse gewarnt, die als GLP-1-Analoga vermarktet werden.

Die Sicherheitslage spiegelt sich in den Meldedaten wider: 2026 verzeichnete das Pharmakovigilanzsystem vermehrt Verdachtsmeldungen zu Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Abnehmmedikamenten. Nach Angaben des Portals Observador wurde im Durchschnitt etwa eine Verdachtsmeldung pro Tag erfasst. Solche Meldungen belegen keinen Kausalzusammenhang, zeigen aber eine Belastungslage, die zusätzliche Wachsamkeit erfordert.

Infarmed rät eindringlich, Medikamente ausschließlich über zugelassene Apotheken und offizielle Versorgungskanäle zu beziehen und vor jeder Injektion ärztlichen Rat einzuholen. Verdächtige Online-Angebote sollen der Behörde gemeldet werden. Der gewerbliche Umgang mit nicht zugelassenen Arzneimitteln kann in Portugal straf- und zivilrechtliche Folgen nach sich ziehen.

Zur Eindämmung des illegalen Vertriebs arbeitet Infarmed mit anderen nationalen und europäischen Stellen zusammen. Die Behörde prüft Hinweise, beteiligt sich an koordinierten Maßnahmen gegen Fälschungen und verfolgt irreführende Online-Bewerbungen. Ziel ist es, Verbraucher vor gesundheitlichen Schäden zu schützen und den regulären Arzneimittelverkehr zu sichern. Die Beobachtung des Marktes und weitere Überprüfungen laufen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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