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In Portugal bestimmt das Studienfach oft die Jobchancen von Hochschulabsolventen

RTP Notícias meldet unter Verweis auf amtliche Statistiken: Absolventinnen und Absolventen aus Künsten, Psychologie, Natur- und Geisteswissenschaften sind häufiger arbeitslos gemeldet als jene aus Ingenieurwissenschaften oder Gesundheitsfächern.

Die Wahl des Studienfachs wirkt in Portugal stärker auf die Beschäftigungschancen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Hochschule. Das berichtete RTP Notícias am 3. September unter Verweis auf amtliche Statistiken. Demnach sind Absolventinnen und Absolventen aus Künsten, Psychologie, Natur- und Geisteswissenschaften überdurchschnittlich häufig arbeitslos gemeldet, während Ingenieurwissenschaften sowie Gesundheits- und einige Technikfächer deutlich bessere Übergänge in Beschäftigung verzeichnen.

Grundlage sind öffentlich zugängliche Indikatoren der Direção-Geral de Estatísticas da Educação e Ciência (DGEEC) zur Integration von Diplomierten in den Arbeitsmarkt sowie der Bildungsindikator EDUSTAT. Beide zeigen seit mehreren Jahrgängen stabile Unterschiede nach Fachrichtung. Die Datensätze erlauben Auswertungen nach Área de Formação und weisen für technisch-naturwissenschaftliche Disziplinen systematisch niedrigere Arbeitslosenquoten der jüngeren Jahrgänge aus als für künstlerische und viele geistes- oder sozialwissenschaftliche Fächer. Die von RTP wiedergegebenen Befunde stützen sich auf diese amtlichen Quellen; einzelne Prozentsätze variieren je nach Abschlussjahr und Region, das Muster bleibt jedoch konstant.

Der Befund ist nicht neu, gewinnt aber zu Beginn des akademischen Jahres an Relevanz. Portugals Hochschulen und Beratungsstellen verweisen seit Längerem darauf, dass Studiengänge mit klaren Berufsprofilen und hoher Arbeitskräftenachfrage tendenziell raschere Jobzugänge und oft bessere Einstiegsbedingungen bieten. In Fächern mit heterogeneren Berufsbildern sind Übergänge stärker von Zusatzqualifikationen, Praktika oder Netzwerken abhängig. Die Daten bilden diese Unterschiede ab, ohne einzelne Disziplinen normativ zu bewerten.

Für Politik und Hochschulen stellen sich daraus vor allem zwei Aufgaben. Erstens braucht es transparente, fächerbezogene Information für Studieninteressierte: belastbare, regelmäßig aktualisierte Statistiken zu Beschäftigungsquoten, Wartezeiten bis zum ersten Job und regionalen Unterschieden. Zweitens geht es um Instrumente, die den Übergang in adäquate Beschäftigung erleichtern – etwa praxisorientierte Curricula, Pflichtpraktika, Career Services und engere Kooperationen mit Branchen, in denen die Nachfrage wächst.

Fakt ist: Die amtlichen DGEEC- und EDUSTAT-Daten belegen anhaltende Unterschiede in der Beschäftigungsbilanz zwischen Studienfeldern. Zugeschriebene Einschätzungen, wie sie Beratungsstellen und Arbeitsmarktexpertinnen äußern, erklären mögliche Ursachen dafür. Aussagen über die künftige Entwicklung des Arbeitsmarktes bleiben eine Prognose und hängen von Konjunktur, Demografie und sektoralen Investitionen ab.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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