Der astronomische Herbst hat in Portugal am 23. September begonnen, doch die landesweiten Temperaturen bleiben auf sommerlichem Niveau. Das Instituto Português do Mar e da Atmosfera (IPMA) hält für zahlreiche Bezirke einen Aviso Amarelo wegen anhaltender Hitze aufrecht. Nach Angaben des Wetterdienstes werden vor allem im Binnenland Höchstwerte deutlich über den für Ende September üblichen Mittelwerten erwartet, lokal bis nahe 37 Grad. Betroffen sind insbesondere das Alentejo mit Évora sowie weitere Binnenregionen wie Santarém; auch Teile der Inselgruppe Madeira stehen unter Warnstufe Gelb.
Die öffentliche Rundfunkanstalt RTP und das Nachrichtenportal Observador meldeten zum Herbstbeginn übereinstimmend, dass die warme Witterung trotz Saisonwechsel fortbesteht. Renascença verwies ebenfalls auf die IPMA-Warnungen und die ungewöhnliche Persistenz der Wärme. Die Behörden mahnen, die Hinweise zum Hitzeschutz zu beachten, darunter ausreichendes Trinken, Aufenthalt im Schatten während der heißesten Tagesstunden und besondere Vorsicht bei körperlicher Anstrengung.
Meteorologisch stützen ein stabiles Hochdruckfeld über der Iberischen Halbinsel und die Zufuhr trockener Warmluft aus südlicheren Breiten die ungewöhnlich hohen Werte. Die Folge sind verbreitet sehr warme Nachmittage und schwach belüftete Lagen, in denen die Tageshöchsttemperaturen deutlich über dem jahreszeitlichen Soll liegen. Küstenabschnitte bleiben vergleichsweise milder, doch auch dort überschreiten die Maxima teils die üblichen Spätsommerwerte.
Die aktuelle Lage hat praktische Implikationen: Für empfindliche Bevölkerungsgruppen steigt die gesundheitliche Belastung. Zudem trocknen Böden in ohnehin niederschlagsarmen Regionen weiter aus, was die Vegetation zusätzlich beansprucht. Konkrete Auswirkungen hängen jedoch von der weiteren Dauer der Wärmephase ab. Aussagen über längerfristige Folgen für Wasserhaushalt oder Ernteerträge lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht belastbar treffen und gelten als vorläufige Einschätzungen.
Faktisch gesichert sind der formale Herbstbeginn am 23. September und die zugleich gültigen Hitzewarnungen des IPMA. Prognosen zur Entwicklung in den kommenden Tagen bleiben vorbehaltlich aktualisierter Vorhersagen. Das IPMA aktualisiert seine Warnkarten fortlaufend; für den Fall steigender Risiken können weitere Hinweise veröffentlicht werden. Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Regionen sollten die amtlichen Mitteilungen beachten und ihr Verhalten entsprechend anpassen.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).