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Gulbenkian fördert Studie zur Restaurierung der Festung von Ormuz

Die Fundação Calouste Gulbenkian finanziert eine fachliche Bestandsaufnahme zur künftigen Sicherung der portugiesischen Festung Nossa Senhora da Conceição auf der Insel Hormuz.

Die Fundação Calouste Gulbenkian finanziert ein Projekt zur wissenschaftlichen Bestandsaufnahme und Restaurierungsvorbereitung der portugiesischen Festung Nossa Senhora da Conceição auf der Insel Hormuz. Das bestätigte die portugiesische Rundfunkanstalt RTP unter Verweis auf Stiftungsangaben. Ziel ist es demnach, den baulichen Zustand des Denkmals zu dokumentieren, konservatorische Prioritäten festzulegen und Grundlagen für mögliche Sicherungsmaßnahmen zu schaffen.

In den Veröffentlichungen der Stiftung wird die Förderung im Themenfeld Kulturerbe geführt; konkrete Angaben zur Fördersumme, zur Laufzeit und zu vertraglichen Modalitäten liegen öffentlich nicht vor. Ebenso ist bislang nicht ausgewiesen, in welchem Umfang Arbeiten vor Ort erfolgen können. Hintergrund sind politische und sicherheitsrelevante Beschränkungen im Iran, die in der Vergangenheit wiederholt Projekte an historischen Stätten in der Region behindert haben.

Die Festung Nossa Senhora da Conceição ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und Teil der portugiesischen Präsenz im Persischen Golf. Sie diente der Kontrolle der Straße von Hormus, einer der strategisch wichtigsten Meerengen des Welthandels. Nach Jahrhunderten mangelhafter Unterhaltung sind die erhaltenen Strukturen stark angegriffen. Fachliche Ersterhebungen verweisen auf unterschiedliche Erhaltungszustände von Mauerzügen und Bastionen; eine systematische Kartierung und Zustandsanalyse gilt als Voraussetzung für jede spätere Konservierung.

Aus Lissabon heißt es, das Projekt konzentriere sich zunächst auf Erfassung, Analyse und Planung. Dafür kommen üblicherweise fotogrammetrische Aufnahmen, bauarchäologische Befunde und Materialprüfungen zum Einsatz, aus denen ein phasenweises Sicherungskonzept entsteht. Ob und wann bauliche Eingriffe folgen, hängt von Genehmigungen iranischer Behörden und von den Rahmenbedingungen vor Ort ab. RTP betont, dass politische Instabilität bislang jede umfassende Restaurierung verhindert habe.

Historisch markiert die Festung auf der Insel Hormuz eine Schlüsselstelle der frühen Neuzeit: Von hier sicherten die Portugiesen Routen zwischen dem Indischen Ozean und dem Mittelmeer. Heute steht der Ort für ein transnationales Kulturerbe, dessen Erhalt internationale Kooperation verlangt. Mit der Finanzierung setzt die Fundação Calouste Gulbenkian ein Signal für die Sicherung portugiesischer Bauzeugnisse außerhalb Europas, ohne dass bereits Bauarbeiten zugesagt wären. Die nächsten Schritte werden sich an den Ergebnissen der Bestandsaufnahme und an der praktischen Machbarkeit vor Ort orientieren.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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