Die Guarda Nacional Republicana hat in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 2026 eine koordinierte Serie von Einsätzen gegen maritime Drogenlogistik durchgeführt. Nach Angaben der Behörde erstreckte sich die Operation von Esposende bis in den Algarve. Die Einsatzkräfte stellten zwei geladene Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow, neun Fahrzeuge, ein mit zwei Außenbordmotoren ausgerüstetes Boot sowie rund 10.000 Liter Treibstoff sicher, der mutmaßlich zur Betankung von Schnellbooten bestimmt war. Ein 41-jähriger Mann wurde festgenommen, ein weiterer Erwachsener als Beschuldigter geführt; ein 15-Jähriger wurde den zuständigen Stellen übergeben.
Ein Schwerpunkt lag in der Gemeinde Esposende, im Ortsteil Fonte Boa. Dort stoppte die Polizei einen Fahrzeugkonvoi und beschlagnahmte sechs Fahrzeuge und ein Boot mit etwa 1.500 Litern Kraftstoff. Die beiden Kalaschnikow-Gewehre waren nach Behördenangaben einsatzbereit geladen; Waffen, Fahrzeuge, Boot und Treibstoff wurden zur Beweissicherung sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.
Im Zuge anschließender Maßnahmen auf See setzten Verdächtige Ladung über Bord. Daraufhin arbeitete die Guarda Nacional Republicana mit der spanischen Guardia Civil zusammen. Nach gemeinsamer Darstellung wurden 57 Ballen Haschisch an Bord eines verdächtigen Schiffs von spanischen Kräften gesichert; portugiesische Einsatzkräfte bargen weitere rund 20 Ballen aus dem Wasser. Die Angaben zu Menge und Fundorten beruhen auf den Mitteilungen der beteiligten Behörden; Informationen zu Besitzverhältnissen der Fahrzeuge, zum Schätzwert der sichergestellten Güter und zu möglichen weiteren Festnahmen lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.
Koordiniert wurde die Operation von der Unidade de Controlo Costeiro e de Fronteiras gemeinsam mit territorialen Einheiten der Guarda Nacional Republicana. Ziel war laut Behörde, Unterstützungsstrukturen zu zerschlagen, die Treibstoff, Material und sichere Anlandungen für Schnellboote organisieren und damit maritime Drogentransporte ermöglichen. Die Einsätze fügten sich in eine Serie verstärkter Kontrollen an Küstenabschnitten und Flussmündungen ein, die in den vergangenen Monaten mehrfach zu Beschlagnahmen von Treibstoff, Bootsmotoren und Drogen führten.
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Guardia Civil gilt den Behörden als zentral, weil Routen und Logistikpunkte zwischen portugiesischer und spanischer Küste variieren. Über weitere Maßnahmen oder Anklagen wollen die Ermittler erst nach Abschluss wesentlicher Auswertungen informieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).