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Confederação Empresarial de Portugal bringt Künstliche Intelligenz in die Concertação Social

Der portugiesische Unternehmerverband will das Thema Künstliche Intelligenz offiziell in den Sozialdialog einbringen. Die Ankündigung erfolgte am 7. Oktober 2026 auf RTP Antena 1.

Die Confederação Empresarial de Portugal will das Thema Künstliche Intelligenz in die Agenda der Concertação Social aufnehmen. Das kündigte Rafael Alves da Rocha, Direktor‑General der Confederação Empresarial de Portugal, am 7. Oktober 2026 in der Sendung Consulta Pública auf RTP Antena 1 an. Ziel sei es, „das Thema auf den Tisch zu legen“ und mit einer Kultur des Kompromisses Lösungen zu verhandeln, die Unternehmen, Beschäftigten und dem Staat nützen. Konkrete Verhandlungsdokumente oder ein Zeitplan lagen zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht vor.

Inhaltlich zielt der Vorstoß auf arbeits- und sozialrechtliche Fragen des KI‑Einsatzes. Dazu zählen Regeln für algorithmisch gesteuerte Arbeitsprozesse, Transparenz- und Mitwirkungsrechte bei automatisierten Entscheidungen, Leitplanken gegen diskriminierende Modelle sowie Pflichten zur beruflichen Weiterbildung. Arbeitgeber betonen Produktivitäts- und Wettbewerbsgewinne durch KI, Gewerkschaften verweisen auf Risiken für Tätigkeitsprofile und fordern kollektive Schutzstandards. Der organisatorische Rahmen für solche Verhandlungen ist mit der Concertação Social gegeben, in der Regierung, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände Grundlinien der Arbeits- und Lohnpolitik abstimmen.

Der Vorstoß knüpft an bestehende Strategien in Portugal an. Mit der im Diário da República veröffentlichten Agenda Nacional de Inteligência Artificial verfügt das Land seit Anfang 2026 über einen staatlichen Orientierungsrahmen bis 2030. Die Einbindung der Concertação Social könnte dessen Umsetzung arbeitsmarktpolitisch absichern und Verantwortlichkeiten zwischen Betrieben, Weiterbildungsträgern und öffentlichen Stellen klären. Auf Unternehmensseite verweist die Confederação Empresarial de Portugal zudem auf Schulungsinitiativen wie AI Nation Portugal und Programme ihrer Akademie, die Führungskräfte und Belegschaften für den Einsatz datenbasierter Werkzeuge qualifizieren sollen.

Politisch ist der Schritt als Einladung an die Sozialpartner zu verstehen, technische Innovation mit Tarif- und Arbeitsschutzfragen zu verbinden. Ob daraus verbindliche Vereinbarungen entstehen, hängt von der Verhandlungslage in der Concertação Social und von der Bereitschaft ab, gemeinsame Standards für KI‑gestützte Prozesse zu definieren. Bislang handelt es sich um einen Impuls der Arbeitgeberseite; die Aufnahme in die formelle Tagesordnung und das Mandat für mögliche Arbeitsgruppen stehen noch aus.

Die Ankündigung ist von landesweiter Bedeutung, weil sie den Rahmen für den praktischen Einsatz von KI in Unternehmen und Verwaltungen betrifft. Sie berührt zentrale Themen wie Qualifizierung, Mitbestimmung und Wettbewerbsfähigkeit in Portugal und könnte prägend für kommende Kollektivverhandlungen werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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