Kultur

Cinemateca zeigt wiederentdeckten Animationsfilm von 1931 am 27. Oktober

Die Cinemateca Portuguesa kündigt für den 27. Oktober in Lissabon die Vorführung des lange verschollenen Films „A Lenda de Miragaia“ an. Ein Nitrat‑Negativ war im Mai auf der Feira da Ladra gefunden und der…

Die Cinemateca Portuguesa zeigt am 27. Oktober in Lissabon den lange verschollen geglaubten Animationsfilm „A Lenda de Miragaia“ aus dem Jahr 1931. Anlass ist der Welttag des audiovisuellen Erbes. Grundlage der Vorführung ist ein Negativ, das nach Angaben der Institution im Mai auf der Feira da Ladra entdeckt und der Cinemateca übergeben wurde.

„A Lenda de Miragaia“ gilt in der Fachliteratur als eines der frühesten Beispiele des portugiesischen Animationsfilms. Das Werk wird Raúl Faria da Fonseca und António Cunhal zugeschrieben. In Mitteilungen wird Cunhal als Bruder des Politikers Álvaro Cunhal genannt. Bis zum jüngsten Fund war das Material nicht verfügbar und wurde als verloren geführt. Das übergebene Filmmaterial ist ein Nitratfilm und erfordert daher besondere konservatorische Maßnahmen.

Die Cinemateca ordnet den Film in die Entwicklung der Animation in Portugal ein: „A Lenda de Miragaia“ arbeitet mit Silhouettenanimation, einer Technik, die in der europäischen Frühphase des Genres verbreitet war. Die Vorführung soll von Live‑Klavier begleitet werden und wird von einer Einordnung durch das Archivprogramm flankiert. Parallel bereitet die Cinemateca konservatorische und gegebenenfalls restauratorische Schritte vor, um das nitratbasierte Negativ zu sichern. Angaben zu Laufzeit, Vollständigkeit und technischem Zustand des Materials bleiben bis zum Abschluss der laufenden Prüfarbeiten vorbehalten.

Mit der Wiederentdeckung erweitert sich das verfügbare Anschauungsmaterial zur Frühgeschichte des portugiesischen Animationsfilms. Für Filmhistoriker und Restauratoren eröffnet sich die Möglichkeit, ästhetische Verfahren und Produktionsbedingungen jener Zeit genauer zu untersuchen. Darüber hinaus lenkt der Fund den Blick auf den Verbleib historischer Bestände in privaten Händen und auf Flohmärkten sowie auf die Bedeutung früher Sicherungsmaßnahmen bei leicht entflammbaren Trägermaterialien wie Nitratfilm.

Die Cinemateca Portuguesa hatte den Fund öffentlich bestätigt und die Einbindung in das Programm zum Welttag des audiovisuellen Erbes angekündigt. Unabhängige portugiesische Medien berichteten über die Übergabe des Negativs sowie die geplante Erstaufführung in der Institution. Die zentrale Information – Fund des Negativs auf der Feira da Ladra, Übergabe an das Archiv und die Präsentation am 27. Oktober – ist damit aus erster Hand und durch mehrere Berichte belegt.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk