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Champalimaud-Preis 2026 geht an Botond Roska und José-Alain Sahel

In Lissabon sind der ungarisch‑schweizerische Forscher Botond Roska und der französisch‑amerikanische Augenarzt José‑Alain Sahel mit dem Prémio António Champalimaud de Visão 2026 ausgezeichnet worden. Präsident Marcelo Rebelo de Sousa würdigte translationalen Fortschritt und erinnerte…

Der Prémio António Champalimaud de Visão 2026 ist am 15. September in Lissabon an Botond Roska und José-Alain Sahel verliehen worden. Der ungarisch‑schweizerische Neurowissenschaftler und der französisch‑amerikanische Augenarzt wurden für Arbeiten ausgezeichnet, die neue therapeutische Wege zur Wiederherstellung von Sehleistung bei Netzhauterkrankungen eröffnet haben. Die Auszeichnung wird von der Fundação Champalimaud vergeben.

Marcelo Rebelo de Sousa, Präsident der Republik, hob in seiner Rede die Bedeutung translationaler Forschung hervor. Die Preisträger hätten Grundlagenforschung und klinische Anwendung eng verknüpft und damit Behandlungen ermöglicht, die zuvor als unerreichbar galten. Zugleich verband der Staatschef das Lob für wissenschaftliche Exzellenz mit dem Hinweis, dass medizinische Innovationen erst dann ihre Wirkung entfalten, wenn sie Patientinnen und Patienten tatsächlich zugutekommen.

Der Präsident erinnerte an den 47. Jahrestag des Serviço Nacional de Saúde. Das öffentliche Gesundheitssystem, so Rebelo de Sousa, schaffe den Rahmen, in dem Forschungsergebnisse in die Versorgung einfließen können. Er nannte institutionelle Stabilität, gezielte Finanzierung und internationale Kooperationen als Voraussetzungen, um vom Labor zur Therapie zu gelangen.

Der Prémio António Champalimaud de Visão wird jährlich vergeben und gilt als international bedeutende Auszeichnung für Innovationen im Bereich Auge und Sehen. Die Prämierung rückt nicht nur individuelle Forscherleistungen in den Fokus, sondern auch Methoden, mit denen Befunde aus der Grundlagenwissenschaft in klinisch anwendbare Verfahren übertragen werden. In den vergangenen Jahren wurden sowohl Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch Einrichtungen geehrt, die zur Prävention und Behandlung vermeidbarer Blindheit beitragen.

Die Fundação Champalimaud profilierte sich in der Veranstaltung erneut als portugiesisches Zentrum, das Forschung und Klinik verbindet. Für Portugal ist die Preisverleihung auch ein Signal, wissenschaftliche Leistung international sichtbar zu machen und zugleich den Anspruch aufrechtzuerhalten, Erkenntnisse in eine robuste, zugängliche Versorgung zu überführen. Der Auftritt des Staatsoberhaupts in Lissabon unterstrich die politische Rückendeckung für diesen Ansatz.

Zugeschriebene Aussagen sind auf die Rede des Präsidenten zurückzuführen; die fachliche Würdigung der Arbeiten von Botond Roska und José-Alain Sahel beruht auf der Bekanntgabe der Stiftung. Prognosen über den künftigen Einsatz einzelner Therapien wurden nicht gemacht. Die Meldung bezieht sich auf die Preisvergabe am 15. September 2026 in Lissabon.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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