Der Autobahnbetreiber Grupo Brisa hat am 14. Oktober 2026 den Wettbewerb Reinventa o Código gestartet. Gesucht werden Vorschläge junger Menschen, wie die theoretische und praktische Ausbildung zum Führerschein in Portugal sicherer und wirksamer werden kann. Teilnehmen können laut Unternehmen in Portugal Continental wohnhafte Personen im Alter von 17 Jahren und sechs Monaten bis 22 Jahren. Einsendeschluss ist der 27. Oktober 2026.
Kern der Teilnahme ist ein kurzes Video von bis zu 60 Sekunden, in dem Ideen für einen zeitgemäßen Fahrunterricht vorgestellt werden. Prämiert werden die fünf besten Beiträge nach Kriterien wie Kreativität, Relevanz und Verständlichkeit. Jeder der fünf Gewinner erhält die vollständige Ausbildung zur Fahrerlaubnis der Kategorie B, einschließlich Anmeldung, Gebühren sowie Theorie- und Praxisunterricht bis zu den Prüfungen.
Die Einreichung erfolgt über soziale Medien. Brisa nennt dafür den eigenen Auftritt auf Instagram, über den Beiträge per Direktnachricht eingesandt werden können. Details zu Formalien und Teilnahmebedingungen gab das Unternehmen bei der Ankündigung bekannt. Der Wettbewerb richtet sich ausdrücklich an Ansätze, die Bewusstseinsbildung, Regelkunde und risikoreduzierendes Verhalten im Straßenverkehr verbessern.
Die Initiative ist Teil des Bildungsprogramms Ao Volante, das Grupo Brisa seit mehreren Jahren zu Verkehrssicherheitsfragen betreibt und das bereits Schulprojekte und Sensibilisierungskampagnen umfasst. Sie fügt sich in eine Reihe von Aktivitäten ein, mit denen private und öffentliche Akteure die Verkehrserziehung für junge Menschen stärker in den Fokus rücken. Institutionen wie die Autoridade Nacional de Segurança Rodoviária verweisen dabei regelmäßig auf Entwicklungsbedarf – von der Qualität der praktischen Ausbildung über Wahrnehmungsschulung bis zur Prüfungsvorbereitung.
Offen ist, in welchem Umfang Vorschläge aus Reinventa o Código über den Wettbewerb hinaus in Pilotprojekte oder dauerhafte Verbesserungen des Unterrichts einfließen. Maßgeblich wird sein, ob Brisa oder zuständige Stellen nach Ende der Einreichungsfrist konkrete Schritte zur Umsetzung oder Evaluation ankündigen. Unabhängig davon setzt die Aktion einen aktuellen Impuls in einer Phase, in der Verkehrssicherheit und Ausbildungspraxis im Lichte neuer Mobilitätsformen und digitaler Ablenkungsrisiken verstärkt diskutiert werden.
Aus Sicht der Ausbildungsbetriebe könnte der Wettbewerb zusätzliche Aufmerksamkeit auf Fragen lenken, die für die Qualität der Fahrschulausbildung zentral sind: realitätsnahe Praxis, strukturierte Rückmeldungen, angemessene Stundenzahl und der sichere Umgang mit komplexen Verkehrssituationen. Wie belastbar diese Wirkungen sind, wird sich nach Abschluss des Verfahrens zeigen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).