Die Protestbewegung für bezahlbares Wohnen hat sich in Portugal in den letzten Wochen zu einer kontinuierlichen Straßenmobilisierung entwickelt: In Lissabon und Porto sowie in weiteren Städten wurden Plätze besetzt, Demonstrationen durchgeführt und lokale Versammlungen gebildet. Die Teilnehmenden fordern u. a. ein Ende von Zwangsräumungen ohne Alternativwohnungen, eine stärkere Regulierung von Mietmärkten und eine Ausweitung öffentlich geförderter Wohnungsangebote.
Die Aktionen führten wiederholt zu Konfrontationen mit der Polizei, nach denen sowohl die Demonstrierenden als auch Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Stellen Maßnahmen und Dialogangebote anmahnen. Präsident und Parteien wurden zu Beratungen aufgerufen; die Presse betont die Kombination aus wachsendem politischen Druck und der Suche nach kurzfristigen wie strukturellen Lösungen für die Wohnungsnot.