Das tägliche Briefing · Mittagsausgabe · Thema 2 von 3

EAPN-Report: Fast die Hälfte der armen Erwachsenen ist erwerbstätig – Wohnkosten verschärfen Not

Ein Bericht der EAPN Portugal zeigt: 2025 waren nahezu 48 Prozent der Erwachsenen in Armut berufstätig; Arbeitsentgelt allein schützt demnach immer weniger vor Verarmung. Medien betonen zugleich, dass steigende Wohnkosten den Armutsdruck in vielen Regionen verstärken.

MittagsausgabeWelche Themen beschäftigen die Presse in Portugal am 15. Oktober 2026 um 14:00 Uhr?

Haushaltspolitik und Steuerdebatte in Lissabon, Sozialberichte zur Armut trotz Arbeit, und regionaler Widerstand gegen Standortentscheidung rund um Tancos/Beja prägen die heutige Berichterstattung.

Die Rede von ‚arbeitender Armut‘ bestimmt die Sozialberichterstattung: Nach den vorgelegten EAPN-Daten befand sich 2025 fast die Hälfte der armen Erwachsenen in bezahlter Beschäftigung, während zugleich ein hoher Anteil der Bedürftigen keine oder nur unzureichende Sozialleistungen erhielt. Fachkommentare in der Presse sehen darin einen Hinweis auf strukturelle Probleme des Arbeitsmarktes – Niedriglöhne, prekäre Verträge und unzureichende familienbezogene Absicherungen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den Wohnkosten als Verstärker der Armutsrisiken. Artikel verweisen darauf, dass Mieten und Hypotheken viele Haushalte an die Grenze bringen und dass bestehende Sozialleistungen häufig nicht ausreichen, diese Belastung zu dämpfen. Forderungen aus Wohlfahrtsverbänden und regionalen Akteuren richten sich an Regierung und Parlamente, Maßnahmen zur Zielgenauigkeit der Unterstützungsinstrumente und zur langfristigen Wohnungspolitik zu verstärken.

Grundlage des Briefings

Die zugrunde liegenden Medienquellen