Die Rede von ‚arbeitender Armut‘ bestimmt die Sozialberichterstattung: Nach den vorgelegten EAPN-Daten befand sich 2025 fast die Hälfte der armen Erwachsenen in bezahlter Beschäftigung, während zugleich ein hoher Anteil der Bedürftigen keine oder nur unzureichende Sozialleistungen erhielt. Fachkommentare in der Presse sehen darin einen Hinweis auf strukturelle Probleme des Arbeitsmarktes – Niedriglöhne, prekäre Verträge und unzureichende familienbezogene Absicherungen.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Wohnkosten als Verstärker der Armutsrisiken. Artikel verweisen darauf, dass Mieten und Hypotheken viele Haushalte an die Grenze bringen und dass bestehende Sozialleistungen häufig nicht ausreichen, diese Belastung zu dämpfen. Forderungen aus Wohlfahrtsverbänden und regionalen Akteuren richten sich an Regierung und Parlamente, Maßnahmen zur Zielgenauigkeit der Unterstützungsinstrumente und zur langfristigen Wohnungspolitik zu verstärken.